Ratgeber
Wie der Traum vom eigenen Teich wahr wird
Ob Natur-, Fertig- oder Schwimmteich – die Möglichkeiten, ein Gewässer im eigenen Garten anzulegen, sind vielfältig. Von Laura Ihme

Seerosen, quakende Frösche und kunterbunte Fische – ein schöner Teich ist das Herzstück jedes Gartens. Vielfältig sind deshalb auch die Möglichkeiten, einen Teich anzulegen – vom naturbelassenen Ökotop bis zum Schwimmteich zur Abkühlung an heißen Sommertagen.

Dabei muss ein Garten nicht groß sein, um Platz für einen Teich zu haben, weiß Hans-Leo Pesch vom Gartencenter Böhmann-Ilbertz in Düsseldorf. Er ist Experte für Teichbau: "Wenn man einen Teich anlegen will, braucht man keinen großen Garten. Man kann ihn auch schon auf einer kleinen Terrasse anlegen. Aber ich habe auch schon Teiche gesehen, die 20 Quadratmeter Wasserfläche hatten", sagt der Fachmann. Generell unterscheidet Pesch zwischen vier verschiedenen Teich-Typen: So gibt es Fertig-, Natur-, Koi- und Schwimmteiche.

Fertigteich Wer nicht viel Mühe beim Anlegen seines Gartenteichs aufwenden will, für den eignet sich ein sogenannter Fertigteich. Dabei wird eine Form in ein Loch im Boden eingelassen. "Diese kann nierenförmig oder eckig sein – das hängt ganz davon ab, wie der Rest des Gartens gestaltet ist", sagt Hans-Leo Pesch. Die Form wird dann mit Wasser befüllt und anschließend mit Pflanzen bestückt. Beim Befüllen des Teichs sollte am besten Frischwasser aus der Leitung genutzt werden. Das ist zwar teurer als Brunnenwasser, letzteres hat jedoch meistens einen höheren Nitratgehalt als das Frischwasser und fördert somit das Wachstum von Algen. Wird der Teich dann noch mit einer Pumpe bestückt, ist er fertig. Die Kosten für so einen Teich beginnen bei gut 100 Euro. Je nach Größe und Pflanzenvielfalt sind den Kosten anschließend keine Grenzen nach oben gesetzt.

Naturteich Am pflegeleichtesten und zugleich ökologisch sind die Naturteiche. Wer ein solches Exemplar im eigenen Grün anlegt, kann das Gewässer zum größten Teil sich selbst überlassen und die heimische Tier- und Pflanzenwelt in Ruhe beobachten. "Beim Biotop gibt es nicht viel zu tun", sagt Teich-Experte Hans-Leo Pesch. Angelegt wird dieser mit Hilfe von Teichfolie aus PVC oder Kautschuk. Anschließend wird auch dieser Teich mit Wasser gefüllt und mit Pflanzen bestückt.

Diese können auf zwei unterschiedliche Weisen verpflanzt werden: Entweder direkt auf dem Grund des Teichs mit Hilfe von Erde und Kies, oder man versenkt die Pflanzen in kleinen Körben oder sogenannten "Pflanztaschen". Beide Methoden werden auch bei den anderen Teichtypen angewandt. Ist der Teich mit Wasser und Pflanzen gefüllt und sind die Fische eingesetzt, heißt es nur noch warten. Denn dann entwickelt sich der Teich immer weiter, und sein Besitzer kann ihm dabei zuschauen.

Koi-Teich Man erkennt sie an ihren großen Augen und leuchtenden Farben: Kois. Wer diese Fische in seinem Teich haben möchte, hat eine etwas anspruchsvollere Aufgabe. Denn die Karpfen-Art ist sehr verfressen und braucht viel Platz. Zusätzlich muss das Wasser klar sein, damit man die Tiere gut sehen kann. "Je mehr Fische man im Wasser hat, desto mehr Technik ist nötig, um das Wasser zu reinigen – schließlich machen die Tiere auch ihr Geschäft", sagt Hans-Leo Pesch. Eine gute Teichpumpe ist daher unablässig.

Schwimmteich Er ist so etwas wie die Königsklasse unter den Teichen: der Schwimmteich. Hier geht es nicht nur darum, die Natur zu beobachten, sondern das Gewässer selbst aktiv zu nutzen. Weil so ein Teich viel Platz braucht, eignet er sich nur für große Gärten. Zur Säuberung benötigt man außerdem ein gutes Filtersystem.

Quelle: RP
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