Wattwanderung
Wandern wenn das Wasser weicht
Neuwerk: Wandern durch das Wattenmeer
Neuwerk: Wandern durch das Wattenmeer FOTO: tmn
Unter einer Wattwanderung ist eine spezielle Wanderung inmitten des Wattenmeeres zu verstehen. Vielfach wird heutzutage eine geführte Wanderung in entsprechenden Regionen angeboten, bei der man die unvergleichliche Natur erleben kann.

Eine Wanderung durch das Wattenmeer birgt gewisse Gefahren in sich, die jedoch unter der Führung eines kundigen Wattführers problemlos vermieden werden können. Worauf ist bei einer Wattwanderung zu achten? Bei aufkommender Flut kann der Rückweg durch das Auffüllen der Priele abgeschnitten werden. Aus diesem Grund sollte man als Unkundiger nicht auf die Dienste eines erfahrenen Wattführers verzichten. Dieser weiß beispielsweise über die Gezeiten sowie den Verlauf der Priele Bescheid und kann entsprechend die Wanderung durch das Wattenmeer planen.

Auch plötzlich aufkommender Seenebel kann die Orientierung bei einer Wattwanderung für unkundige Personen erschweren. Aufgrund der Reflexion der Sonne im nassen Boden des Wattenmeeres ist die Sonnenstrahlung besonders intensiv, was schnell zu einem schmerzhaften Sonnenbrand führen kann. Entsprechende Sonnencremes sollten bei einer Wattwanderung daher unbedingt immer dabei sein.

Was ist das Faszinierende am Wattwandern?

Das Watt ist der Meeresboden, der nur bei Ebbe freiliegt. Er besteht aus Schlick, also aus einer kalkig-tonig-sandigen Anschwemmung des Meeres sowie weiteren organischen Bestandteilen. Grundsätzlich lässt sich das Watt in Schlickwatt, Mischwatt und Sandwatt unterscheiden. Beim Mischwatt und Sandwatt ist ein schnelles Einsinken nicht der Fall; somit ist das Wandern auf Mischwatt sehr entspannend und angenehm. Sandwatt kann jedoch unter Umständen sehr hart sein, was Personen mit empfindlichen Gelenken bei einer ausgedehnten Wattwanderung schnell negativ auffallen kann. Schlammig hingegen ist Schlickwatt; hierbei kann man bis zu den Knien oder (in extremen Fällen) bis zur Hüfte einsinken. Mischwatt ist eine Kombination aus Sand- und Schlickwatt.

In aller Regel beschreitet man eine Wanderung durch Sandwatt barfuß; beim Schlickwatt sollte man aufgrund von dort beheimateten Muscheln hohe und geschlossene Schuhe tragen. Vor allem im Sandwatt beschreiben viele Wattwanderer das Gehen ohne Schuhwerk als besonders angenehm und wohltuend für die Füße. Stressabbau und umfangreiche Erholung stehen bei einer Wattwanderung somit an der Tagesordnung.

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