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Rezepte und Tipps für die selbst gebackene Hochzeitstorte

Rezepte und Tipps für selbst gebackene Hochzeitstorten
Mit einer Etagere lässt sich eine mehrstöckige Hochzeitstorte besonders einfach selber machen. FOTO: Shutterstock.com / Kateryna Upit
Immer mehr Bräute entschließen sich dazu, die Hochzeitstorte selber zu backen. Damit das Vorhaben gelingt, spielt vor allen Dingen die Planung eine entscheidende Rolle. Gelingt das Projekt, ist Ihnen eine staunende Hochzeitsgesellschaft sicher.

Hochzeitstorten sind meistens so individuell wie das Brautpaar. Wer seine Torte selber backen möchte, muss sich zuerst einmal für die Form und Größe entscheiden. Denn Hochzeitstorten gibt es in diversen Varianten. Klassisch sind vor allen Dingen einstöckige, dreistöckige und fünfstöckige Torten.

Einstöckig oder mehrstöckig - welche Hochzeitstorten gibt es?

Die einstöckige Hochzeitstorte ist sehr einfach herzustellen. Sie brauchen weder eine Etagere noch müssen Sie sich Gedanken über den Transport machen. In einer solchen Torte lassen sich allerdings nicht mehrere Geschmacksrichtungen – wie in der klassischen Hochzeitstorte – vereinen. Und auch die Optik ist nicht ganz so eindrucksvoll.

Entscheiden Sie sich für eine einstöckige Torte, sollten Sie bei der Form etwas kreativ werden. Backen Sie den Hochzeitskuchen in Herzform, dekorieren Sie ihn mit farbenfrohen Kleinigkeiten und toben Sie sich bei der Torten-Verzierung einfach aus.

Bei einer mehrstöckigen Hochzeitstorte ist vor allen Dingen das Gerüst wichtig. Vollkommen egal, ob es eine runde oder eckige Torte wird, eine stabile Etagere wird Ihnen gute Dienste leisten. Bei den Torten mit mehreren Etagen bietet es sich an, jede Etage in einer anderen Geschmacksrichtung zu kreieren. Das schafft Abwechslung. Beim Eindecken der Torten ist etwas Geschick erforderlich. Fondant ist der Klassiker für Hochzeitstorten und in vielen verschiedenen Farben bereits fertig im Handel erhältlich. Ähnlich sieht es mit den Marzipanfiguren und Verzierungen aus.

Eine prachtvolle Hochzeitstorte backen

Eine Hochzeitstorte zu backen, stellt jeden erst einmal vor eine Herausforderung. Schließlich geht es nicht nur um einen Kuchen, sondern um die wohl wichtigste Torte im Leben. Vorbereitung ist deswegen das A und O. Möglichst frühzeitig sollten Sie sich entscheiden, welche Hochzeitstorte Ihnen vorschwebt. Machen Sie sich Gedanken um Form, Optik und Geschmacksrichtung. Rezepte liefern Inspiration und helfen dabei, die perfekte Hochzeitstorte zusammenzustellen.

Suchen Sie sich die Rezepte aus, die in die engere Auswahl kommen und backen Sie die Torten einmal zur Probe. Schließlich geht es bei der Hochzeitstorte nicht nur um eine gelungene Optik, sie soll auch gut schmecken. Und dafür müssen Sie die Rezepte testen. Beim Backen können Sie dann auch direkt das Dekorieren üben, denn hier müssen ein paar Tücken überwunden werden.

Wir haben Ihnen eine Auswahl an Hochzeitstorten mit Rezepten zusammengestellt, die sich einfach selber machen lassen. Rezepte und Tipps zu Zutaten und Verzierungen der Hochzeitstorte gibt es in dieser Bilderstrecke zum kostenlosen Download:

Hochzeitstorten zum Selbermachen - mit Rezepten FOTO: Dr. Oetker Versuchsküche

Tipps und Tricks für das Backen

  • Je früher Sie anfangen, desto weniger Stress werden Sie haben, wenn es dann an die richtige Hochzeitstorte geht. Sobald die Entscheidung für eine Hochzeitstorte gefallen ist, besorgen Sie frühzeitig sämtliche Zutaten und prüfen Sie, ob Sie die richtigen Backutensilien besitzen.
  • Danach brauchen Sie einen Zeitplan, damit die Torte pünktlich fertig ist: Achten Sie bei der Planung genau auf die Zeitangabe, die die Rezepte beinhalten. Tipp: Beginnen Sie bereits einige Tage vor der Hochzeit damit, Figuren aus Fondant zu formen.
  • Zu guter Letzt sollten Sie sich Hilfe beim Backen holen. Freundinnen, Verwandte oder Hochzeitsgäste – es macht viel mehr Spaß, die Hochzeitstorte zusammen in guter Gesellschaft zu backen. Und helfende Hände können bei einer solchen Herausforderung nicht schaden.

Wichtig: Rezepte für Hochzeitstorten sind keine lockeren Richtlinien. Sie sollten sich auf jeden Fall strikt an die Rezepte halten und keine Zutaten austauschen oder die Mengen verändern. Dann gelingt die Torte. Kreativ dürfen Sie dann wiederum sein, wenn es um die Dekoration geht.

Was kostet eine Hochzeitstorte?

Sie möchten doch lieber eine Torte in Auftrag geben? Die Preise für die Hochzeitstorte können sehr unterschiedlich ausfallen, wenn Sie sich entscheiden, die Torte vom Profi backen zu lassen. Es kommt neben der Größe auch auf die Gestaltung, die Dekoration und viele weitere Faktoren an. Dazu variieren die Preise je nach Konditorei ebenfalls. Aus diesem Grunde ist es sinnvoll, wenn Sie sich frühzeitig mit der Thematik beschäftigen und Angebote einholen – am besten bei mehreren Konditoren.

Tipps für die Torte vom Profi finden Sie hier.

Der wesentliche Faktor für die Berechnung der Kosten ist die Anzahl der Gäste. Schließlich soll jeder Hochzeitsgast ein Stück der Torte bekommen. Dazu kommt die Form, denn es gibt mehrere Kuchenvarianten, die dann wiederum den Preis beeinflussen.

Klassisch werden auf Hochzeiten drei- oder fünfstöckige Torten serviert. Je höher die Hochzeitstorte werden soll, desto mehr kostet sie natürlich auch. Verzierungen, Füllungen und andere Faktoren müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Ein Überzug aus Marzipan ist oftmals teurer als Fondant. Und Extrawünsche kosten ebenfalls immer etwas mehr.

Durchschnittlich kann eine dreistöckige Torte für eine Hochzeitsgesellschaft von 40 bis 50 Personen also rund 100 bis 150 Euro kosten. Wer mit 20 bis 30 Personen feiert und eine einfache Torte wünscht, der kann diese schon für rund 70 bis 80 Euro bekommen. Pauschale Angaben sind extrem schwer zu treffen. Deswegen ist es definitiv klug, sich von einem Profi beraten zu lassen und dort auch direkt die persönlichen Vorstellungen vorzutragen. Dann können Sie sicher sein, dass Sie Ihre Wunschtorte zu einem fairen Preis bekommen.

Wer hingegen seine Hochzeitstorte ohne Hilfe eines Konditors backen möchte, der muss mit wesentlich geringeren Kosten rechnen. Benötigt werden schließlich nur die Zutaten für die Torte, das sorgt durchaus für eine enorme Ersparnis. Wichtig ist aber, dass Sie ausschließlich qualitativ hochwertige Zutaten verwenden und außerdem eventuell benötigtes Zubehör einberechnen. Außerdem müssen Sie die Hochzeitstorte mindestens einmal zur Probe backen. Kalkulieren Sie also sämtliche Zutaten doppelt, damit ein realistisches Ergebnis entsteht.

Wer schneidet die Hochzeitstorte an?

Das Anschneiden der Hochzeitstorte bildet oftmals das Highlight der Hochzeitsfeier. Deswegen ist es auch wichtig, dass sich das Brautpaar für dieses Spektakel ausreichend Zeit nimmt. Die Hochzeitstorte kann generell zu jedem beliebigen Zeitpunkt angeschnitten werden, hierbei handelt es sich um eine individuelle Entscheidung. In der Regel folgt der Anschnitt der Torte diesem Brauch: Angeschnitten wird die Torte erst dann, wenn sich alle Gäste um das Brautpaar herum versammelt haben. Das Messer muss schon neben der Hochzeitstorte liegen, denn es bringt Unglück, wenn es einem Partner überreicht wird.

Braut und Bräutigam sollten die Torte gemeinsam anschneiden. FOTO: Shutterstock.com / Galina Tcivina

Das Anschneiden der Torte wird gemäß des alten Brauchs zusammen von Braut und Bräutigam übernommen. Der Schnitt symbolisiert den Neuanfang eines gemeinsamen Lebens. Ein weiterer Brauch besagt, dass derjenige, der das Messer führt, im Eheleben das Sagen hat. Das erste Tortenstück gehört dem Brautpaar – traditionell füttern sich die beiden mit der süßen Leckerei. Danach schneidet das Brautpaar noch ein paar Stücke für die Trauzeugen und die Eltern ab, danach kümmert sich entweder das Servicepersonal um den Rest oder aber ein Verwandter.

Geschmacksrichtungen der Hochzeitstorte

Die möglichen Geschmacksrichtungen der Hochzeitstorte sind schier unendlich. Es gibt aber einige beliebte Rezepte, die Sie sich genauer anschauen sollten. Die Klassiker sind: Vanille, Schokolade, Erdbeere, Kirsche, Himbeere und weiße Schokolade. Sehr gerne werden die einzelnen Geschmäcker auch kombiniert. Wie beispielsweise Schokolade und Vanille. Am Ende spielt es jedoch keine Rolle, welche Geschmacksexplosion Sie sich wünschen – Rezepte finden sich in allen möglichen Konstellationen. Zumal der Kreativität bei der Hochzeitstorte ohnehin keinerlei Grenzen gesetzt – vor allem bei einer mehrstöckigen Torte.

Die Torten- Klassiker

Sahnig-cremig und fruchtig-frisch

  • Buttercremetorte – ein echter Klassiker, an den sich auch Anfänger heranwagen können.
  • Prinzregententorte – eine beliebte Schichttorte, die mit einer leckeren Schokoladenbuttercreme einfach köstlich schmeckt.
  • Käsesahnetorte – locker, leicht und mit Früchten eine erfrischende Köstlichkeit, die vor allen Dingen in den Sommermonaten begeistert.
  • Schwarzwälder-Kirsch-Torte – eine traditionelle Torte, die eigentlich immer gut ankommt.
  • Mokkatorte – für echte Kaffeefans ein Muss.

Schokoladig-nussig

  • Sachertorte oder Mozarttorte – beide Torten stammen aus der Wiener Küche und bestechen mit einem tollen Schokoladenaroma.
  • Herrentorte – eine Schokoladentorte, die mit Zartbitterschokolade überzogen ist und nicht ganz so süß schmeckt.
  • Walnusstorte – cremig und einfach schön schokoladig ist diese Torte auf jeden Fall ein Geschmackserlebnis.
  • Nugat-Sahnetorte – die Mischung aus Sahne und Nugat macht diese Torte zu einem Genuss für Sahnefans.

Alkoholisch

  • Champagnertorte – exklusiv, leicht und cremig. Diese Torte schmeckt besonders edel.
  • Eierlikörtorte – die Torte mit Eierlikör ist ein Klassiker, der oftmals zu Ostern gebacken wird, aber auch als Hochzeitstorte nicht zu verachten ist.
  • Amarettocreme-Torte – die Kombination von Mandel und Kaffee ergibt einen tollen Genuss.

Es bleibt dem Brautpaar selbst überlassen, welche Geschmacksrichtung die Hochzeitstorte haben soll: Empfehlenswert sind Kombinationen und Kreationen, die Ihnen persönlich gut schmecken, denn schließlich geht es an diesem Tag um das Brautpaar.

Gibt es Alternativen zur Hochzeitstorte?

Die Hochzeitstorte ist ein Klassiker. Doch es muss nicht immer eine Torte sein. Wünscht sich das Hochzeitspaar eine etwas modernere Gestaltung der Hochzeitsfeier, dann lässt sich das auch bei der Hochzeitstorte realisieren.

Als Alternative zur Torte bietet sich eine sogenannte Candy-Bar an. Dieser liebevoll dekorierte Tisch bietet für die Hochzeitsgäste allerlei Leckereien. Wie beispielsweise Cupcakes, Cake Pops, Pralinen, Schokolade und diverse Desserts. Wichtig ist, dass eine gewisse Auswahl vorhanden ist, damit wirklich jeder Gast auch etwas abbekommt.

Ein Süßigkeiten-Buffet, eine so genannte Candy-Bar, ist eine süße Alternative zur Hochzeitstorte. FOTO: Shuttertstock.com / Myronovych

Anstelle der Hochzeitstorte machen sich auch Cake Pops und Cupcakes grundsätzlich gut. Einfach eine Etagere mit den süßen Verführungen dekorieren und in Szene setzen. Das sieht beinahe so eindrucksvoll aus wie eine Hochzeitstorte und ist in der Herstellung wesentlich simpler. Denn der Aufwand minimiert sich deutlich, wenn Sie statt einer Hochzeitstorte leckere Cupcakes oder Cake Pops backen.

Weitere Inspiration für die Planung Ihrer Hochzeit finden Sie in unserem Hochzeits-Special.

 
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