Hochzeit am Flitterwochen-Ziel
Strand und exotische Zeremonien - heiraten in Thailand

Hochzeit in Thailand: Heiraten am Strand, Planung und Traditionen
Wer sich in Thailand trauen lässt, befindet sich direkt an einem der schönsten Ziele für den Honeymoon. FOTO: Shutterstock.com / MaxSobeh
In Thailand stehen Glaube, Tradition und zeremonielle Bräuche bei einer Hochzeit im Vordergrund. Deutsche Brautpaare lockt zudem die Chance, an einem exotischen Strand zu heiraten und direkt in die Flitterwochen zu starten. Aber was müssen Sie beim Heiraten in Thailand beachten?

Einige thailändische Hotels haben sich auf das Heiraten an den Stränden Thailands spezialisiert. Die Hotel-Angestellten organisieren im Vorhinein alle erforderlichen Details für die Zeremonie und die Feier am Tag der Hochzeit - wie das Vorbereiten und Dekorieren der Hochzeits-Location, das Catering und die Buchung des Hochzeitsfotografen. Solche Angebote gibt es nicht nur für Strand-Locations und Inseln wie Phuket, Koh Samui, Hua Hin, Koh Chang oder Khao Lak, sondern auch für die Hauptstadt Bangkok und nördliche Städte wie Chiang Mai und Chiang Rai.

Ist eine Hochzeit in Thailand in Deutschland anerkannt?

Grundsätzlich ist es möglich, als Deutsche in Thailand rechtskräftig zu heiraten. Dafür sind nicht nur Behördengänge in Thailand, sondern auch im Vorfeld in Deutschland nötig. Für die Behördengänge und die Vorbereitung der Dokumente sollten die zukünftigen Ehepartner sowohl in Deutschland als auch in Thailand mehrere Monate Zeit einplanen.

Ohne thailändische Sprachkenntnisse können Behördengänge in Thailand etwas müßig werden. Viele Beamte sprechen nur wenig Englisch. Zum Angebot vieler Hotels mit Hochzeitspaketen gehört es, diese Gänge zur Botschaft und zu den thailändischen Ämtern zu übernehmen und die notwendigen Übersetzungen zu beauftragen. Die Dokumente müssen jedoch von den zukünftigen Eheleuten vorbereitet und mitgebracht werden.

Die Eheschließung im Standesamt ist in Thailand ein ganz normaler Behördengang und oftmals wenig romantisch. Der Standesbeamte kann mit einem Aufpreis aber auch in das Hotel oder zur Trauung an den Strand des Urlaubsziels in Koh Samui, Koh Tao, Phuket oder Koh Chang bestellt werden.

Heiraten am Strand: Thailand bietet traumhafte Kulissen für eine Strand-Hochzeit. FOTO: Shutterstock.com / JonMilnes

Deutsche Paare ohne Familienangehörige in Thailand, sollten einen Service in Anspruch nehmen, der das Paar von Anfang bis Ende unterstützt und die Formalitäten und Behördengänge übernimmt.

Heiraten in Thailand: diese Papiere benötigen Sie

  • Geburtsurkunde
  • Aufenthaltsbescheinigung
  • Abschrift aus dem Geburtenregister oder Scheidungsurteil vorausgegangener Ehen für die Beantragung des Ehefähigkeitszeugnisses
  • Ehefähigkeitszeugnis (EFZ) vom Standesamt in Deutschland
  • Konsularbescheinigung von der deutschen Botschaft in Bangkok nach Vorlage des EFZ
  • gültige Reisepässe
  • Konsularbescheinigung eventuell mit Legalisierung durch das thailändische Außenministerium

Sind beide Ehepartner deutsche Staatsbürger, ist es einfacher in Deutschland standesamtlich zu heiraten und sich in Thailand nach buddhistischen und thailändischen Riten das Ja-Wort zu geben. Im Vergleich zur standesamtlichen Hochzeit in Thailand ist die buddhistische Hochzeitszeremonie ein beeindruckenderes Erlebnis - und ein wunderschöner Start in die Flitterwochen.

So planen Sie eine deutsche Hochzeit in Thailand

Planungsbeginn: Beginnen Sie spätestens sechs Monate vor der Reise mit der Planung Ihrer Hochzeit. Sammeln Sie Informationen über mögliche Hochzeitslocations, Hotels, Hochzeitsagenturen und Flitterwochen-Ziele. Beliebte Heiratsziele sind Koh Samui, Kho Phi Phi, Krabi, Koh Chang und Phuket. Im Norden bietet sich die Stadt Chiang Mai für eine Hochzeit im klassischen nordthailändischen Lanna-Stil an.

Hochzeitszeremonie: Wünschen Sie sich eine Zeremonie mit buddhistischen Mönchen? Möchten Sie westlich romantisch am Strand von Phuket, Koh Samui oder Koh Phi Phi heiraten oder mit weißem Kleid auf dem Rücken eines Elefanten? Thailändische Hochzeiten können sehr flexibel gestaltet werden.

Hochzeitslocation: Wo soll die Hochzeit stattfinden? Am Strand oder in milderem Klima im Norden Thailands? Oder doch in einem Hotel in Bangkok? Zu den Hochzeitspaketen der Hotels in den beliebten Touristenzielen wie Phuket, Koh Samui, Koh Phi Phi und Chiang Mai gehört neben der Planung und Vorbereitung der Feierlichkeiten auch die Einladung von Mönchen und die Buchung von Dekoration, Make-up und Fotografen, die Hochzeitsplaner übernehmen.

Was kostet es, in Thailand zu heiraten?

Wie bei einer Trauung in Deutschland gibt es auch beim Budget für eine Thai-Hochzeit keine Grenzen nach oben. Wird die rechtskräftige Hochzeit geplant, müssen Kosten für die Übersetzungen, Legalisierungen und die Kosten für den Standesbeamten eingeplant werden. Die Kosten belaufen sich auf ca. 150 bis 400 Euro.

Ein Komplettpaket für die Hochzeitsfeier kostet ab 2500 Euro. Professionelles Make-up für die Braut, der Fotograf, die Hochzeitszeremonie, die Einladung der Mönche und ein romantisches Abendessen für das Brautpaar sind in diesem Preis inklusive. Die Kosten für einen großen Festraum und das Essen mit zahlreichen Gästen sind in diesem Preis nicht enthalten. Werden außergewöhnliche Highlights wie ein Elefantenritt zum Strandrestaurant gebucht, sind die Kosten entsprechend höher.

Traditionelle thailändische Hochzeitszeremonien

Eine deutsche Hochzeit in Thailand muss nicht unbedingt den dortigen Ritualen folgen. Schön ist es aber, wenn sich Brautpaare zumindest von ein paar thailändischen Bräuchen inspirieren lassen. Die Khan Mak Prozession und die Wasserweihung stellen dabei das Herzstück jeder thailändischen Hochzeit dar. Dies sind die sieben bekanntesten Bräuche und Traditionen einer Thai-Hochzeit:

1. Die Segnung der Mönche

Viele traditionelle Thai-Hochzeiten beginnen am frühen Morgen mit der Segnung der Mönche. Bei der Hochzeitszeremonie trägt das Brautpaar eine traditionelle thailändische Hochzeitskleidung. Neun Mönche singen Gebete und segnen das Paar mit Wasser. Im Anschluss erhalten die Mönche Essen und eine Spende von den Brautleuten und der anwesenden Familie.

Ein traditionelles Hochzeitsfoto der Thai. FOTO: Thailändisches Fremdenverkehrsamt

2. Die Verlobung am Tag der Hochzeit

Kurze Zeit später findet die offizielle Verlobung des Paares statt. In der Vergangenheit wurde die Verlobung an einem anderen Tag veranstaltet. Heute feiern die meisten Paare die Verlobung und die Hochzeit am gleichen Tag. Damit ist die Verlobungszeremonie ein fester Bestandteil der Hochzeit in Thailand geworden.

Bei der Verlobung zieht der Bräutigam in einer Prozession bei der Familie der Braut ein. Er und sein Trauzeuge gehen bei der sogenannten Khan Mak Prozession an der Spitze, gefolgt von seiner Familie, die Geschenke für die Familie der Braut trägt. Begleitet wird die Prozession von Jubel, Musik, Trommlern und Tänzern. Auf dekorierten Schalen bringt die Familie des Bräutigams Betelnüsse, Betelblätter, Reis, Sesamkörner, Blumen und eine Bananenpflanze. Zusätzlich können Thai Desserts, Gold und Geldgeschenke mitgebracht werden. Die Geschenke symbolisieren Liebe, Reichtum, Gesundheit und Fruchtbarkeit.

3. Drei goldene Tore

Bevor der Bräutigam bei seiner zukünftigen Braut Einlass erhält, muss er "drei goldene Tore" überwinden. Diese Tore werden durch eine Blumengirlande oder eine goldene Kette symbolisiert und von den Brautjungfern oder jüngeren Verwandten gehalten. Die Torhüter können dem Bräutigam nun Fragen stellen oder verlangen, dass er seine Liebe vor allen Anwesenden laut verkündet, ehe sie ihn gegen einen Umschlag mit etwas Geld durch das Tor hindurchgehen lassen. Bei dieser Tradition kommen die zwei Familien auf humorvolle Weise zusammen.

4. Das Brautgeld

Das Brautgeld, auch Sin Sod genannt, ist in Thailand noch immer ein wichtiger Bestandteil einer Hochzeit. Die Höhe des Brautgeldes wird im Vorfeld von der Brautmutter und dem Bräutigam ausgehandelt. Der soziale Status, der akademische Hintergrund und die Schönheit der Tochter spiegeln sich in der Höhe des Sin Sod wider. Die Tradition des Brautgeldes sollte früher verhindern, dass eine Tochter unter ihrem sozialen Status heiraten konnte.

Das Brautgeld kann aus Geld, Goldschmuck und Land bestehen und wird öffentlich ausgezählt oder verkündet. Traditionell erhält die Brautmutter das Geld. Um zu zeigen, wie schwer der neue Reichtum ist, packt sie Geld, Gold und Schmuck in ein rotes Tuch und trägt den Beutel unter großer Anstrengung aus dem Blickfeld der Gäste.

Heute wird das Brautgeld teilweise oder ganz an das frischgebackene Ehepaar zurückgegeben oder verwendet, um die Kosten der Hochzeit zu decken. Im Anschluss verneigt sich das Brautpaar vor den Eltern und überreicht ihnen Geschenke als Zeichen des Respekts und der Anerkennung.

Ein thailändisches Brautpaar auf dem Weg zur Hochzeitszeremonie. FOTO: Thailändisches Fremdenverkehrsamt

5. Die Wasserweihung

Die Wasserweihung ist die wichtigste Zeremonie der thailändischen Hochzeit. Bei der Wasserweihung sitzt das Brautpaar an einem kleinen Tisch. Der Mann auf der rechten Seite, die Frau auf der linken. Durch eine Baumwollkrone, einem sogenannten Mong Kol, werden Sie am Kopf mit einem Faden verbunden. Dies symbolisiert die Vereinigung der beiden Eheleute. Ein Verwandter tupft dann drei Punkte aus weißem Puder auf die Stirn des Brautpaars. Dies symbolisiert Glück für die Zukunft.

Für die Wasserweihung legen Braut und Bräutigam die Hände auf einen kleinen Tisch vor ihnen. Beginnend mit den ältesten und wichtigsten Gästen, träufeln diese nun geweihtes Wasser aus einer kleinen Schale in Muschelform auf die Hände des Brautpaares. Dabei sprechen sie dem Paar frohe Wünsche aus. Im Norden und Nordosten des Landes wird dem Brautpaar anstelle der Wasserweihung von jedem Gast ein Baumwollfaden um das Handgelenk gebunden. Während dieser Zeremonie werden sie offiziell zu Mann und Frau. Früher war diese Zeremonie für eine rechtskräftige Eheschließung ausreichend.

6. Die Weihung des Ehebetts

Nach der offiziellen Hochzeitszeremonie wird das Ehebett für die zukünftige Ehe geweiht. Bei dieser Zeremonie sind nur enge Angehörige des Brautpaares anwesend. Ein Ehepaar, das viele Jahre glücklich verheiratet ist, bereitet das Bett für das frischgebackene Ehepaar vor. Es werden verschiedene Symbole wie Sesamkörner, Bohnen und Backpulver als Zeichen für Reichtum, Liebe und Fruchtbarkeit auf dem Bett verstreut. Danach legt sich das Brautpaar in das Bett, und es wird kurz im Zimmer allein gelassen. Nach traditionellem Brauch sollte das Ehepaar mindestens drei Nächte in diesem Bett schlafen.

7. Die abendliche Hochzeitsfeier

Im Anschluss an diese Zeremonien bereiten sich das Brautpaar auf die abendliche Hochzeitsfeier vor. Bei modernen Hochzeiten wechselt das Brautpaar in westliche Hochzeitskleidung. Diese Hochzeitsfeier wird von thailändischen Paaren extravagant und – für deutsches Empfinden – auch sehr kitschig gestaltet: beispielsweise mit einem Schwert zum Anschneiden der Hochzeitstorte umhüllt von Seifenblasen.

Was ist eine Buddha-Hochzeit?

Werden Mönche zur Hochzeit eingeladen, können diese das Paar segnen und ein paar lehrreiche Worte auf den Lebensweg mitgeben. Eine thailändische Hochzeit ist jedoch nicht automatisch auch eine buddhistische Hochzeit. Zu einer Hochzeit in Thailand müssen nicht zwingend Mönche eingeladen werden. Gleichzeitig schreibt der Buddhismus keine bestimmten Riten und Trauungszeremonien für die Eheschließung eines Paares vor. Religiöse Paare können also ohne Bedenken eine thailändische Hochzeit feiern.

Diese Hochzeits-Bräuche sollten Sie kennen FOTO: Shutterstock.com / SantiPhotoSS

Können schwule oder lesbische Paare in Thailand heiraten?

Die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare wird in Thailand immer noch nicht rechtlich anerkannt. In Thailand zeigt sich also nicht die Gesetzgebung, sondern der Buddhismus liberal: Schwule oder lesbische Paare können problemlos eine thailändische Hochzeit feiern – inklusive Mönchen. Das Paar muss sich nur entscheiden, wer die traditionelle Rolle des Bräutigams und wer die Rolle der Braut einnimmt.

Wie ist der Dresscode bei einer Hochzeit in Thailand?

Die Braut trägt bei der Hochzeitszeremonie das thailändische Hochzeitskleid. Die Farbe kann von sanften Cremetönen und Goldfarben bis hin zu dunkelrot reichen. Geschmückt wird sie mit auffälligem, goldenem Schmuck. Der Bräutigam trägt den traditionellen thailändischen Anzug, bestehend aus einer hellen Anzugjacke und einer kurzen braunen oder goldenen thailändischen Hose.

Die Brautjungfern tragen ebenfalls ein thailändisches Kleid, das sich farblich von dem Hochzeitskleid der Braut unterscheidet und etwas einfacher gehalten ist. Für die geladenen Gäste ist festliche Kleidung angemessen, wobei die Trauerfarbe Schwarz nicht getragen werden sollte.

Am Abend wechseln viele Brautpaare in westliche Hochzeitskleidung. Dann erscheint die Braut in einem weißen Hochzeitskleid zur Hochzeitsfeier und der Bräutigam trägt einen weißen oder schwarzen Anzug. Auch die Brautjungfern zeigen sich dann in langen, festlichen Kleidern in einheitlicher Farbe.

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