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Barbarossa – Aromatische Rotweine aus italienischen Trauben

Barbarossa: Aromatischer Rotwein aus Italien
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"Roter Bart", so lautet die Übersetzung des italienischen Begriffs Barbarossa. Neben dem Staufenkaiser Friedrich I. und dem deutschen Angriff "Operation Barbarossa" im zweiten Weltkrieg tragen auch italienische Rebsorten diesen berühmten Namen. Von Brigitte Bonder

"Roter Bart", so lautet die Übersetzung des italienischen Begriffs Barbarossa. Neben dem Staufenkaiser Friedrich I. und dem deutschen Angriff "Operation Barbarossa" im zweiten Weltkrieg tragen auch italienische Rebsorten diesen berühmten Namen. 

Namenspate war Friedrich "Barbarossa"

In der italienischen Region Emilia-Romagna erzählt eine Legende, dass die Barbarossa-Traube nach dem berühmten, rotbärtigen Kaiser Friedrich I. benannt wurde. Der Herrscher regierte im 12. Jahrhundert das römisch-deutsche Reich und verbrachte viel Zeit in der oberitalienischen Region. Doch die erste Erwähnung der gleichnamigen Traube erfolgte erst im 16. Jahrhundert, als ein italienische Schriftsteller einer toskanischen Traube diesen Namen gab. Die heutige Bezeichnung soll vom Entdeckungsort der Traube stammen, der am Fuße der ehemaligen Burg des Staufenkaisers Friedrich I. Barbarossa in Bertinoro lag.

Rubinrot und vollmundig

Die Barbarossa-Rebe hat rötliche Trauben und gilt als äußerst anspruchsvoll. Da sie zudem anfällig gegenüber Rebkrankheiten ist, wird sie in geringeren Mengen kultiviert und meistens für eine Cuvée herangezogen. Die berühmtesten Barbarossa-Weine stammen von der Fattoria Paradiso im Entdeckungsort Bertinoro. Auf dem Weingut werden lokale Trauben wie Barbarossa, aber auch Cagnina und Pagadebit wieder kultiviert und so bleibt Weinliebhabern die besondere Rebsorte erhalten. Die Weine sind vollmundig und von kräftiger, lang anhaltend jugendlicher rubinroter Farbe. Der Alkoholgehalt liegt über 12,5 Prozent. Wer einen Barbarossa trinken möchte, sollte dem Rotwein jedoch Zeit geben. Erst nach drei Jahren Lagerung entwickelt er sein volles Aroma, nach fünf Jahren schmeckt er perfekt zu Fleisch, Wild oder Herbstgerichten mit Pilzen und Trüffeln.

Barbarossa gleich Barbaroux?

Viele Jahre wurde vermutet, dass die italienische Barbarossa-Traube auch in Frankreich wächst und dort besonders in der Provence als Barbaroux bekannt ist. Doch neuste DNA-Analysen haben dies widerlegt und gezeigt, dass in Italien sogar verschiedenste Trauben die Bezeichnung Barbarossa im Namen tragen. Besonders bekannt ist die Variante aus der Region Emilia-Romagna, die in der Mitte des letzten Jahrhunderts im Städtchen Bertinoro entdeckt wurde. Für die rote Rebsorte gibt es verschiedene Bezeichnungen und Namenszusätze, die zumeist die Herkunft näher beschreiben, wie Barbarossa di Bertinoro oder Barbarossa del Piemonte. Die Heimat der eher seltenen Traube liegt zwar um die Stadt Bertinoro im Herzen der Emilia-Romagna, doch auch in Apulien und Kampanien gibt es Barbarossa-Rebsorten, in Ligurien wird ebenfalls eine Sorte mit diesem Namen angebaut. 

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