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Bardolino - Der leichte Rote vom Gardasee

Bardolino: Wein vom Gardasee
FOTO: spinetta/shutterstock
Der Gardasee ist eines der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen, doch auch das Hinterland ist eine Reise Wert. Rund um das Örtchen Bardolino wird der berühmte, leicht fruchtige Rotwein angebaut und zahlreiche Weingüter laden zu Verkostungen ein. Von Brigitte Bonder

Der Gardasee ist eines der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen, doch auch das Hinterland ist eine Reise Wert. Rund um das Örtchen Bardolino wird der berühmte, leicht fruchtige Rotwein angebaut und zahlreiche Weingüter laden zu Verkostungen ein.

Kontrollierte Ursprungsbezeichnung

Bardolino – der Name lässt bei Weinliebhabern das Herz höher schlagen, denn der leichte Rotwein zählt zu den bekanntesten Rotweinen Norditaliens. Das gleichnamige Anbaugebiet erstreckt sich am südöstlichen Gardasee vom Uferort Bardolino bis in die Berge hinein und reicht bis Torri del Benaco im Norden und Vallegio sul Mincio im Süden. Unterschieden werden die Qualitätsstufen DOC und DOCG: Während "Denominazione di origine controllate" für eine kontrollierte Ursprungsbezeichnung für Weine aus einer bestimmten Region Italiens steht, gibt das Zertifikat DOCG eine zusätzliche Qualitätsgarantie. So müssen DOCG-Weine beispielsweise im Anbaugebiet auf Flaschen gezogen werden und dürfen nicht in Tanks abgefüllt werden. Alle DOCG-Flaschen sind mit einer entsprechenden Banderole am Hals gekennzeichnet und tragen den Zusatz "Superiore". Weine, die im Kerngebiet um die Gemeinden Bardolino, Lazise und Affi angebaut, gekeltert und abgefüllt wurden, dürften darüber hinaus als Bardolino classico beschriftet werden.

Von Jungwein bis Sekt – Bardolino ist vielfältig

Der leichte, fruchtige Bardolino ist rubinrot und verändert seine Farbe mit zunehmender Reife in ein tiefes Granatrot. Er ist trocken, fruchtig und harmonisch, sein Alkoholgehalt liegt bei mindestens 10,5 Volumenprozent. Für die Herstellung von Bardolino-Wein sind verschiedene Rebsorten vorgeschrieben: Den Hauptbestandteil machen die Corvina-Trauben mit 35-80 Prozent aus, dazu kommen Rondinella, Molinara und Negrara-Trauben. Der Bardolino DOC sollte nicht gelagert, sondern früh getrunken werden, die optimale Verkostungstemperatur liegt bei 15-16 Grad. Dann erinnert sein Geschmack an Veilchen und rote Beeren. Ist der Wein noch ganz jung, so wird er als Bardolino Novello DOC bezeichnet und bereits im November verkauft. Wer gerne Roséweine trinkt, greift auf den Bardolino Chiaretto zurück, der nach Rosen und Frühlingsblumen schmeckt. Er wird noch nach alter Tradition hergestellt, bei der die Traubenschalen nur kurz im Most verbleiben dürfen und so für eine leicht rosarote Farbe sorgen. Auch Sekt-Freunde sind in der Region Bardolino gut aufgehoben und sollten den rosaroten Chiaretto Spumante DOC verkosten.

Wein und Kulinarik auf der Strada del Vino

Die lokalen Rot- und Roséweine sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und wer mehr über die Region Bardolino und seine Weine erfahren möchte, folgt der Strada del Vino, die von Lazise über Cavalcaselle und Castelnuovo über Pastrengo und Affi zurück zum Ausgangspunkt führt. Rund 40 Weingüter liegen entlang der Weinstraße und laden zur Verkostung ein, auch das Weinmuseum in der Via Costobella oberhalb der Stadt Bardolino liegt am Weg. Das ganze Jahr über locken auch Weinfeste in der Region. Zu den wichtigsten gehört der Palio del Chiaretto, bei dem der Rosé im Mittelpunkt steht und das herbstliche Kulturevent Feste dell'uva e del vino zur Traubenlese. 

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