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Sangría - fruchtig, frisch und leicht selbst gemacht

Sangría - fruchtig, frisch und leicht selbst gemacht
FOTO: Brent Hofacker/shutterstock.com
Unter Sangría versteht man ein aromatisiertes, weinhaltiges Mischgetränk, das neben Rotwein, Fruchtsaft, Zucker, Gewürze, Fruchtstücke (in der Regel Zitrusfrüchte, also Apfelsinen und Zitronen) und oft einem Schuss Weinbrand beinhaltet und gerne mit Eis in Glaskaraffen serviert wird. Farbstoffe dürfen übrigens auf keinen Fall verwendet werden. Von Stephan Mertens

Dass der Begriff "Sangría" im Spanischen eigentlich Aderlass (sangre = Blut) bedeutet, kommt im Deutschen nicht so wirklich gut. Versuchen Sie doch einmal, in einem Restaurant einen "Aderlass" zu bestellen! Mit "Sangría" dürften Sie mehr Glück haben. In Spanien und Portugal ist Sangría sogar eine gesetzlich geschützte Bezeichnung. In Deutschland kommt die typische mit Alkoholversetzte Bowle bzw. der britische Punsch dem Getränk sehr nahe.

Gerade an wärmeren Tage kommt Sangría auf Partys meist als willkommene Erfrischung mit entsprechendem Alkoholgehalt hervorragend an. Da Sangría einfach zuzubereiten ist, sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt und nahezu unendliche viele Varianten denkbar. Dient als Grundlage Weißwein oder Cava (der spanische Sekt) spricht man von "Sangria Blanca", die in Spanien allerdings "Clarea" genannt wird und bei der meist Honig als Süssstoff dient. Und wer unbedingt in Spanien Weinbrand als Ingredienz haben möchte, der muss eine "Zurra" bestellen.

Sangría Mexicana oder Sangría Kiwi

Im Herkunftsland selbst wird in den Restaurants Sangría oder Clarea oft speziell für die Gäste vor deren Augen zubereitet. Da dürfen die Zusammensetzungen (vor allem was Obst und Gewürze anbelangt) durchaus auch vom Original abweichen und man bekommt dann etwa eine pfeffrige Sangría Mexicana oder eine überaus fruchtige Sangría Kiwi, eben je nach Geschmack und Zutatenangebot des jeweiligen Restaurants.

Fruchtig erfrischend ist eine Sangría in jedem Falle, besonders natürlich an heißen Tagen. Doch Vorsicht ist auch hier geboten. Denn der Alkoholgehalt einer gewöhnlichen Sangría (zwei Drittel Rotwein, ein Drittel Mineralwasser oder Fruchtsaft) liegt bei etwa 8 Prozent. Kauft man eine Flasche im Laden, muss die Sangría entweder aus Spanien oder Portugal stammen, zumindest wenn auf der Etikette kein anderes Herkunftsland ausgewiesen ist. Die Clarea hingegen darf nur aus Spanien kommen.

Interessantes am Rande: ein altertümliches englisches Wort bezeichnet das gleiche, weinhaltige Getränk als "Sangaree", das hauptsächlich in der britischen Kolonialgesellschaft der Karibik verwendet wurde.

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