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Sektgläser – Luxuskelche oder Einweg-Flöte

Sektgläser – Luxuskelche oder Einweg-Flöte
FOTO: Denis Tabler/shutterstock.com
Ob Tulpe, Flöte oder Schale – Gläser für Schaumweine gibt es in verschiedenen Formen, damit Sekt, Prosecco oder Champagner auch herrlich lange prickeln. Von Brigitte Bonder

Schlanke Gläser für kühlen Sekt

Ob Schott Zwiesel, Leonardo oder einfach IKEA – nahezu überall ist die klassische Schaumweintulpe erhältlich. Das ist ein hohes, nach unten zulaufendes Glas mit zumeist kurzem Stil. Der Begriff stammt von der hohen, schmalen und damit an eine Tulpe erinnernde Form des Glases. Normalerweise passen 150 Zentiliter in das Gefäß, in dem Champagner und Sekt, aber auch mit Champagner zubereitete Cocktails oder Aperitifs gereicht werden. Ähnlich beliebt sind die Schaumweinflöten, die von Dom Perignon um 1800 in Frankreich erfunden wurden. Der Kelch ist hochgezogen, der lange Stil soll vermeiden, dass sich der gute Schaumwein durch das Halten in der Hand erwärmt. Daher sollten Sekt-Trinker Tulpen und Flöten wie Weingläser nur am Stil oder am Boden des Glases anheben. Der Vorteil: Durch die lang gezogene Form und die schmale Öffnung verflüchtigt sich die Kohlensäure nicht so schnell, außerdem kann man bei dem hohen Glas besonders gut das Prickeln oder Moussieren beobachten. Einige Hersteller arbeiten absichtlich so genannte Moussierpunkte in die Gläser ein, das sind winzige raue Stellen, an denen die Kohlensäureperlen entstehen können.

Bunt oder puristisch

Ein Gläschen Sekt oder Champagner wird gern zu besonderen Anlässen serviert, da darf auch das richtige Sektglas nicht fehlen. Die Designs sind dabei so unterschiedlich wie die Formen, in denen die Sektgläser daher kommen – die Preise reichen von wenigen Cent für die Plastik-Variante hin zu dreistelligen Summen für edle Champagnerkelch-Sets. Leonardo beispielsweise arbeitet bei der Entwicklung der Gläser mit Profis aus der Gastronomie zusammen und kombiniert mit der Kelchglasserie Rossini Eleganz und Funktion, durch die Form der Kelche kann sich jedes Bukett – ob Wein oder Sekt – bestens entfalten. Neben feinen und puristischen Sektkelchen hat Villeroy&Boch jetzt mit Boston Colored auch bunte Sektgläser im Programm, wer es ganz bunt mag, schaut sich bei den Tiffany Sektkelchen um. Die Ars Mundi Exklusiv Edition mit Motiven nach Louis Comfort Tiffany wartet sogar mit einem Echtgold-Dekor auf. Etwas schlichter aber nicht weniger elegant sind die Sektgläser von Schott Zwiesel. Die neue Reihe Finesse wartet mit einer zeitlosen Kontur auf, der schmale Kelch mit dem markanten Knick ermöglicht eine intensive Wahrnehmung der Duftaromen.

Alte Modelle und Einweg-Sektgläser

In den 1960er und 1970er Jahren waren auch Sektschalen modern. Auf einem schlanken Stil befand sich eine flache Schale, in der jedoch die Kohlensäure sehr schnell entwich. Nicht zuletzt aus diesem Grunde werden Sektschalen heute kaum noch angeboten. Da filigrane Sektgläser aber schnell zu Bruch gehen, sind gerade für Partys oder Hochzeiten elegante Sektkelche aus Plastik stark gefragt. Einfache Einweggläser gibt es dabei bereits ab etwa 5 Euro für 20 Stück, Gläser mit bunten Stilen sind um 6 Euro zu haben. Für 20 Hochzeits-Sektgläser mit Verzierung und Dekor muss man etwa 10 Euro investieren.

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