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Glück im Grünen
So picknicken Sie wie die Engländer

So picknicken Sie wie die Engländer
FOTO: Shutterstock.com/ stockcreations
Neben ihren Pubs sind die Engländer kulinarisch vor allem für ihre ausgedehnten Picknicks bekannt. Auch die Queen pflegt ab und an die Tradition des Essens im Freien.

Ja, Picknick ist eine Aktivität im Freien, aber das heißt nicht, dass man sich notwendigerweise viel bewegen muss. Was die Deutschen gerne mit einer Wanderung verbinden, das wissen die Engländer gemütlicher anzugehen. Sie fahren mit ihrem Auto, vorzugsweise einem Kombi, oder gleich mit ihrem Wohnwagen bis zum perfekten Picknickplatz, dort parken sie, klappen an Ort und Stelle ihren Tisch und ihre Stühle auf oder breiten eine große Decke aus. Besonders populär wurde das Picknick im Viktorianischen Zeitalter, da Queen Victoria häufig im Freien speiste. So wundert es auch kaum, dass der Picknickkorb im 19. Jahrhundert in Großbritannien erfunden wurde.

Die Engländer haben das Im-Freien-Essen perfektioniert. Bis heute hat das Picknick dort eine gesellschaftliche Relevanz, so wird beim Pferderennen in Ascot draußen gegessen. Auch Queen Elizabeth pflegt ab und an die Tradition des Essens im Freien: Ein Foto zeigt sie mit ihrem Mann Prinz Philip und ihren damals noch jungen Kindern Prinzessin Anne, Prinz Charles und Prince Andrew und den Corgis auf einer karierten Decke vor ihrer Sommerresidenz Schloss Balmoral.

Picknicken ist die Kunst, kleine Köstlichkeiten so zu arrangieren, dass sie beim Transport nicht kaputtgehen: Das ursprünglich französische Wort setzt sich zusammen aus "piquer" für aufpicken und "nique" für Kleinigkeit. Das vorbereitete Essen wird in verschließbare Vorratsdosen gepackt, damit nichts ausläuft, aber auch damit kein Müll entsteht. Während der Tee, der zu einem englischen Picknick auf jeden Fall dazu gehört, früher mit viel Mühe vor Ort gekocht wurde, wird er jetzt in Thermoskannen mitgebracht. Auch eine Flasche Weißwein oder Pimm's sollte nicht fehlen.

Zu einem Mahl im Grünen gehören sowohl herzhafte als auch süße Speisen. Praktisch: Das Gebäck, das bei den englischen Tea Times auf Etageren serviert wird, lässt sich auch fürs Picknick einpacken. Dazu gehören Scones mit Erdbeermarmelade und Clotted Cream (wer keine zur Hand hat, der mischt einfach Mascarpone und Crème fraiche im Verhältnis zwei zu eins), Trifle sowie Apfel- oder Beeren-Crumble, Pies, Cupcakes und Sandwiches aller Art.

Für ein unfallfreies Picknick gilt es einige Tipps zu beherzigen: Dressing getrennt vom Rest aufbewahren; Brot mit Körnern fällt schneller auseinander als Weißbrot, reifer Käse stinkt ohne Kühlung; Servietten und genug Wasser mitnehmen, letzteres zum Trinken und zum Aufwischen - falls doch mal was daneben geht.

Quelle: RP
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