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Grillwetter in Düsseldorf
So gelingt das perfekte Tomahawk-Steak

Grillrezepte: So wird Steak saftig-zart
Düsseldorf . Das perfekte Steak zu braten ist eine Kunst. Sie beginnt beim Kauf des richtigen Fleisches und reicht bis hin zum Garvorgang. Damit Ihr Grillgut an diesem Sommerwochenende schmeckt, verraten wir die wichtigsten Tipps, auf die es beim perfekten Steak wirklich ankommt. Von Susanne Hamann

Saftig, zart und doch würzig im Eigengeschmack - so kommt ein gutes Steak vom Grill. Damit das  auch wirklich gelingt, gibt es einiges zu beachten. Denn obwohl es sich dabei "nur" um ein flaches Stück Fleisch handelt, gilt Steak braten unter Grill-Profis als hohe Kunst.

Die Kunst, das richtige Fleisch zu kaufen

Natürlich beginnt die Kunst schon beim Einkauf des Fleisches. Wenn möglich, sollte dabei auf Fleisch vom Metzger oder von der Fleischtheke zurückgegriffen werden. Fleisch, das in Plastikverpackungen lagert, hat bereits einen veränderten Geschmack und überzeugt nicht mehr mit der gleichen Frische. Außerdem - und für den echten Steakliebhaber ist das durchaus wichtig - kann man nicht selbst entscheiden, wie dick die Scheiben ausfallen sollen.

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Gerade beim Garen von Steakfleisch entscheidet der Durchmesser aber wesentlich über den Geschmack. Wählen Sie deshalb unbedingt Scheiben, die mindestens zwei, besser bis zu vier Zentimeter dick sind.

Wenn Sie schon zur Theke gehen, sollten Sie außerdem nach Fleisch fragen, das möglichst lange abgehangen ist. Echte Profis akzeptieren nichts unter vier Wochen Abhängzeit - drei Wochen gehen aber auch, und sind wesentlich gängiger in Metzgereien.

Richtig beeindruckend wirkt natürlich ein sogenanntes "Tomahawk Steak". Das ist ein etwas über 1000 Gramm schweres Ribeye Steak, das am extralangen Rippenknochen belassen wird. Der Knochen wird vor allem aus optischen Gründen erst nach 30 bis 40 Zentimetern abgeschnitten, sodass das Fleisch aussieht wie eine Axt oder auch wie eine Keule.

Die richtige Vorbereitung

Bevor das Fleisch auf dem Grill landet, sollte es mindestens schon eine Stunde nicht mehr im Kühlschrank gelegen haben, damit es Zimmertemperatur erreicht. Wichtig ist außerdem, es mit einer Küchenrolle trockenzutupfen.

Sollten Sie das Steak marinieren wollen, dann eignen sich dafür nur Öle, die eine hohe Gartemperatur verkraften. Das ist etwa Erdnuss-, Raps- aber auch Traubenkernöl. Letzteres ist eine Art Geheimtipp unter Grillfreunden und verleiht dem Fleisch noch einen zusätzlichen Geschmacks-Kick.

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Ab auf den Grill!

Wenn das Steak auf dem Grill landet, muss es zwei Stufen durchlaufen: Erst soll es sehr heiß angebraten und dann auf niedriger Temperatur durchgegart werden. Dafür eignet sich ein Stufengrill. Auf einem normalen Rost reicht es aber auch, die heißeste Stelle und jene mit der niedrigsten Temperatur ausfindig zu machen.

Das Fleisch kommt also erst für einige Minuten auf die höchste Hitze, dadurch bekommt es außen Farbe und eine Kruste, innen bleibt es aber fast roh. Anschließend wird es mit der Grillzange auf den niedrigsten Hitzepunkt gelegt und weiter gegart - dieser Schritt braucht Geduld. Je nach Größe des Steaks kann man auch bis zu einer Stunde warten. Das gilt insbesondere bei einem Tomahawk Steak. Der saftige Geschmack, den vor allem das Fleisch nahe am Knochen bietet, macht die Wartezeit letztlich wieder wett.

Wie das Steakbraten am besten funktioniert, zeigt Ihnen Grillmeister Patrick Schmiedel, vom Grillfachgeschäfft in Düsseldorf, in unserem Video.

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