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Wein selber herstellen – so geht’s!

Wie Sie Wein selber herstellen
FOTO: auremar / shutterstock.com
Einfach mal selbst Wein herzustellen, ist gar nicht so schwer. Mit der richtigen Ausrüstung lassen sich tatsächlich ein paar feine Tropfen keltern. 

Zur Grundausrüstung gehören ein Gärgefäß, eine passende Abdeckung, ein Gäraufsatz, ein Kunststoffschlauch und eine Waage. An Zutaten werden benötigt: Hefenährsalz, Reinhefe, Milch- oder Zitronensäure, Kaliumpyrosulfit und kohlesaurer Kalk.

Ist die Grundausrüstung vorhanden, kann es losgehen mit dem Projekt "Wein selber machen".

Schritt 1: Waschen der Früchte

Die Früchte müssen gut gewaschen werden, verdorbene sollten aussortiert werden. Es sollten keine Metallgegenstände, beispielsweise Metallschüsseln, verwendet werden. Nach dem Waschen die Früchte gut abtropfen lassen.

Schritt 2: Welche Gärung?

Nun müssen Sie eine Entscheidung fallen: Saftgärung oder Maischegärung? Bei der Saftgärung wird der Saft aus den Früchten gepresst, welcher dann vergoren wird. Bei der Maischegärung wird dafür einfach das zerkleinerte oder zerstampfte Obst genutzt.

Schritt 3: Zugabe von Zucker

Der Zucker wird durch die Hefebakterien zu Alkohol abgebaut. Das ist ein wichtiger Vorgang beim Wein selber machen. Der Zucker kann sofort oder später in einzelnen Portionen hinzugegeben werden. Wenn er auf drei oder vier Portionen aufgeteilt wird, hat das einen klaren Vorteil: eine effizientere Gärung.

Schritt 4: Milchsäure oder kohlesauren Kalk zugeben

Zu sehr sauren Früchten wie Beeren sollte nun etwas kohlesaurer Kalk hinzugegeben werden. Bei der Verwendung von Äpfel, Birnen oder Trauben hingegen sollte die Zugabe von Milchsäure erfolgen, um den Säuregehalt etwas anzuheben.

Schritt 5: Hefe hinzugeben

Nun wird Reinzuchthefe, sie kann als Flüssighefe im Handel erworben werden, hinzugegeben. Es ist wichtig, keine andere Hefe zu verwenden, um das Verderben des Weines zu verhindern.

Schritt 6: Abfüllen

Nun muss der Wein in den Gärbehälter abgefüllt werden. Dort muss er ruhen. Bis der Gärprozess einsetzt, vergehen etwa drei Tage. Das Gärgefäß sollte dabei maximal bis zur Hälfte gefüllt werden, da sich das Volumen fast verdoppeln kann.

Schritt 7: Fest verschließen

Nun muss der Gärbehälter fest verschlossen werden. Hierfür gibt es Gärverschlüsse, durch die das Kohlenstoffdioxid zwar entweichen kann, allerdings kein Sauerstoff in das Gefäß gelangt. Als Sperrflüssigkeit sollte ausschließlich Wasser genutzt werden.

Schritt 8: Ab in den Keller

Nun braucht der Wein Zeit zum Gären. Ideale Temperaturen liegen zwischen 18 °C und 22 °C, was im Keller in aller Regel gegeben ist. Nun ist Geduld gefragt, mindestens drei Wochen wird dieser Prozess nun dauern.

Schritt 9: Gärung ist abgeschlossen

Man kann sehr gut erkennen, wenn die Gärung abgeschlossen ist: Es bilden sich keine Bläschen mehr. Jetzt braucht das Gärgefäß einen kühlen Ort, damit sich die trüben Teilchen absetzen können. Auch eine Filterung mit einem sehr feinen Tuch ist möglich.

Schritt 10: Haltbarmachen

Jetzt sollte Kaliumpyrosulfit zum Wein gegeben werden: 1 Gramm auf 10 Liter. So wird die Haltbarkeit verlängert.

Schritt 11: Wein abfüllen

Es ist geschafft: Der Wein kann nun in Flaschen umgefüllt und dann genossen werden.

Fazit: Wer die richtige Grundausrüstung und ein wenig Geduld mitbringt, kann binnen weniger Wochen seinen eigenen Wein genießen.

 
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