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Buschreiter suchen ihre Meister

Vom 22. bis 24. Juli richtet der Reit- und Fahrverein Hünxe die Rheinischen Meisterschaften in der Vielseitigkeit aus. Bereits zum 12. Mal findet der Wettbewerb auf dem Gutshof Glückauf statt. Von Ilka Platzek

Dieses Jahr bietet der Reit- und Fahrverein Hünxe bei den Rheinischen Meisterschaften Vielseitigkeit pur an: Mit den internationalen Vielseitigkeitsprüfungen CCI1* (Pferde), CCIP1*(Ponys), CIC1*, CIC2* und den Geländepferdeprüfungen Klasse A** und L können sich alle Vielseitigkeitsreiter und Zuschauer wieder auf ein breit aufgestelltes Programm auf hohem Niveau freuen. Die Rheinische Post sponsert die große internationale Vielseitigkeitsprüfung CCI1*, die in etwa dem Schwierigkeitsgrad der Klasse M entspricht. Zum 12. Mal finden die Meisterschaften auf dem Gutshof Glückauf am Sternweg 140 in Hünxe statt.

In allen internationalen Teilprüfungen werden zugleich die Rheinländischen Meister ermittelt: Meister wird der jeweils beste Rheinländer. Außerdem werden an diesem Wochenende auch mehrere Sichtungen stattfinden: die Sichtung zur Weltmeisterschaft der jungen Vielseitigkeitspferde, die zur Europameisterschaft der Junioren und Jungen Reiter, die Sichtung zur Deutschen Meisterschaft und zur Europameisterschaft der Ponyreiter.

Die internationale Ponyvielseitigkeitsprüfung CCIP1*, also die zweithöchste Schwierigkeitsstufe in der Pony-Vielseitigkeit, ist mit den besten deutschen Pony-Vielseitigkeitsreitern besetzt, da in Hünxe die letzte Sichtung vor der Nominierung der Teilnehmer für die Europameisterschaft stattfindet. Der Reit- und Fahrverein Hünxe ist in der Pony-Vielseitigkeit gut vertreten: "Von vereinseigener Seite sind wir besonders stolz, dass sowohl mit Anna Lena Schaaf wie auch mit Jana Lehmkuhl zwei Hünxer Reiterinnen an den Start gehen, die zum engeren EM-Kader gehören. Anna Lena Schaaf ist im Bundeskader, Jana Lehmkuhl im Perspektivkader", sagt die Pressewartin des Vereins, Christina Skoeries. Anna Lena Schaaf hat im vergangenen Jahr die Rheinische Meisterschaft der Ponyreiter gewonnen. Die Vereinskolleginnen Jana Lehmkuhl und Frauke Rockhoff belegten die Plätze 2 und 3.

Dieses Jahr sind mit 39 Startern besonders viele in der Ponyprüfung vertreten: "Für die niederländischen und belgischen Ponyreiter ist es die letzte Sichtung vor der Europameisterschaft", erklärt Dieter Heisterkamp, Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Hünxe.

Obwohl das Turnier am Niederrhein zeitlich genau zwischen dem CHIO in Aachen und den Olympischen Spielen in Rio liegt, wurden bisher schon etwa 400 Starter gezählt. "Wir hatten auch schon über 500", sagt Heisterkamp, rechnet aber wegen der besonderen Umstände diesmal mit etwas weniger Startern. Trotzdem sind viele bekannte Reiter vertreten: "Dirk Schrade, Ingrid Klimke, Andreas Dibowski und Bettina Hoy", fallen ihm auf Anhieb ein. "Michael Jung kommt diesmal leider nicht", bedauert der erste Vorsitzende. "Er bereitet sich schon auf Rio vor." Im vergangenen Jahr war er in Hünxe am Start.

Freitags wird Dressur geritten, am Sonntag ist Springen angesagt, aber das Herzstück dieses Vielseitigkeitsturnieres ist traditionell der Geländetag am Samstag: Bei jedem Wetter lädt ein weitläufiges Gelände auf dem Gutshof Glückauf Besucher ein, sich zu Fuß auf den Weg zu machen, um Spitzensport auf einer liebevoll gestalteten Strecke hautnah zu erleben. Bis zu 2500 Zuschauer haben schon an der Strecke gestanden. Vorzugsweise am Wasser: "Die Hindernisse am Wasser sind immer Hauptanziehungspunkte" sagt Christina Skoeries.

Der erst 1977 gegründete Reit- und Fahrverein Hünxe ist stolz auf seine vielen Helfer, ohne die ein solches Turnierwochenende nicht möglich wäre. "Das Geländeteam richtet jedes Jahr liebevoll und professionell die Hindernisse her, baut neue Geländehindernisse und beachtet beim Bau dieser Hindernisse immer den neuesten Sicherheitsstandard", versichert Skoeries. "Der Boden der Geländestrecke - das A und O eines jeden Turnieres - fängt auch schlechtes Wetter sehr gut auf und bei Hitze wird die Strecke rund um die Uhr gewässert, damit Pferde und Reiter ein optimales Geläuf vorfinden", ergänzt sie. Ein guter Boden ist eine der Grundlagen, damit Reiter und Pferde heil nach Hause kommen. Mindestens 120 Sprünge sind für die Buschreiter auf verschiedenen Geländestrecken platziert.

Die letzten Entscheidungen im Kampf um Meisterehren fallen traditionell am Sonntag im Springparcours. Hier wird es zum Abschluss noch einmal spannend, bevor am Nachmittag die Siegerschleifen und Schärpen vergeben werden. An allen Turniertagen ist der Eintritt frei. Um die Verpflegung der Besucher kümmert sich eine erfahrene Küchencrew.

www.ruf-huenxe.de

Quelle: RP
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