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Westernreiten
Die „Cowboys“ sind los

Westernreiten: Die „Cowboys“ sind los
Westernreiten FOTO: Daniel Kaiser
Große Hüte, Chaps und lange Sporen – so stellt man sich die Cowboys aus dem Wilden Westen vor. Doch diesen Begriff hören die Reiner gar nicht gerne, die die auch Reining genannte Westernpferde-Dressur als Sport betreiben. Der sportliche Stellenwert wurde durch die Anerkennung durch die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) im Jahre 2000 deutlich. Von Brigitte Bonder

"Die Disziplin Reining ist schon dadurch besonders, weil es die einzige FEI-anerkannte Disziplin aus dem Bereich des Westernreitens ist", erklärt Nico Hörmann, Reining-Bundestrainer aus Warendorf. "Sie unterscheidet sich stark von den anderen Reitsportdisziplinen, da es sich um eine völlig andere Reitweise handelt." Die Pferde sollen nach Möglichkeit durchlässig sein, im Vordergrund stehen die Willigkeit, Einsatzbereitschaft und Rittigkeit des Tieres. "Starke und gut sichtbare Hilfen der Reiter sind unerwünscht", hebt der Bundestrainer hervor.

Die Schwierigkeit besteht darin, dass es leicht und mühelos aussieht, auch wenn es das eben gerade nicht ist. Die Dressur im Western-Reitstil wird fast ausschließlich im Galopp geritten. Die Elemente der Prüfungen stammen aus der amerikanischen Arbeitswelt zu Pferd, die in Anlehnung an die klassische Dressur in eine sportliche Form umgesetzt wurde. So werden schnelle und langsame Galoppzirkel geritten, aber auch fliegende Galoppwechsel, Drehungen auf der Hinterhand (Spins), rasante Stopps (Sliding Stops), Hinterhandwendungen (Rollbacks) oder Rückwärts-Richten.

 

Expertentipp vom Bundestrainer Nico Hörmann

"Um Reining zu erlernen, sollte man sich an gute und erfahrene Trainer wenden. Schulpferde sind leider selten. Man benötigt daher früher oder später ein eigenes Pferd. Wie in jeder Reitdisziplin ist auch Reining zeitintensiv. Wer fünf bis sieben Mal die Woche mit seinem Pferd und unter entsprechender Anleitung trainiert, sollte nach zwei bis drei Jahren ganz ansehnlich eine Reining reiten können.

Bundestrainer Nico Hörmann FOTO: FN/Helkenberg
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