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Finanzierung
Kosten: Damit müssen Reiter rechnen

Finanzierung: Kosten: Damit müssen Reiter rechnen
Reiten lernen braucht Zeit,und auch das Putzen des Pferdes gehört dazu. FOTO: Ingram Publishing
Es ist wie überall im Leben: Für eine Ausrüstung kann ich beliebig viel Geld ausgeben. Wer aber zunächst nur in den Sport hineinschnuppern möchte, kann sich als Reiter auch recht günstig einkleiden.

Für die ersten Stunden reichen ein Paar Stiefel, Stiefeletten oder mindestens knöchelhohe Schuhe mit durchgehender Sohle. Wichtig ist ein kleiner Absatz, damit der Fuß nicht durch den Steigbügel durchrutschen kann. Manche Reitschulen verleihen Reithelme. Wer selbst einen anschafft, sollte beim Kauf auf eine Drei- oder Vier-Punkt-Befestigung nach EN 1384 achten, rät die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN).

Die Hose sollte robust, eng anliegend und elastisch sein. Bei Jeans achtet man am besten darauf, dass die dicken Nähte außen verlaufen, sonst scheuern die Beine auf. Besonders für Kinder sind Reithandschuhe empfehlenswert, da sie für einen guten Griff am Zügel sorgen. Sie sollten aus einem rutschfesten Material und innen mit Gumminoppen besetzt sein. An der Sicherheitsweste, einem Rückenprotektor, scheiden sich die Geister. Die FN empfiehlt sie für das Springen im Gelände über feste Hindernisse.

Beim Reitenlernen in der Halle hingegen könne sie sogar das Erlernen der reiterlichen Grundlagen und das Entwickeln eines guten Sitzes behindern. Reitsportfachgeschäfte sind in den vergangenen Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Inzwischen gibt es auch viele regelrechte "Supermärkte" mit teils sehr günstiger Bekleidung für Einsteiger.

Natürlich ist auch das Angebot im Internet riesig. Hier finden gerade Kinder und Jugendliche oft auch gute gebrauchte Stiefel und Hosen. Laut FN liegt der Preis für eine Reitstunde im Schnitt zwischen zehn und 16 Euro. Natürlich kommt es aber auch auf die äußeren Faktoren an, etwa, ob Einzel- oder Gruppenstunden genommen werden.

Jeder Reiter sollte eine private Unfallversicherung abschließen. Denn – wie in jeder anderen Sportart auch – kann auch beim Reiten oder beim Umgang mit dem Pferd einmal etwas passieren. Für einen guten Start empfiehlt die Reiterliche Vereinigung, mindestens einmal pro Woche Unterricht zu nehmen. Generell ist es aber eine gute Idee, so viel Zeit wie möglich auf dem Pferderücken zu verbringen, gerade am Anfang.

Denn: Reiten lernt man nur durch Reiten. Longenstunden, bei denen der Reitlehrer von der Mitte aus das Pferd kontrolliert und sich der Reitanfänger voll und ganz auf seinen Sitz konzentrieren kann, dauern in der Regel 15 bis 20 Minuten. Gruppen- oder Einzelstunden variieren zwischen 45 und 60 Minuten – das kommt auch etwas auf die Kondition des Reiters an.

Am Anfang wird diesem alles sehr intensiv vorkommen. Da sind viele neue Eindrücke, und man lernt Muskeln kennen, von denen man bisher gar nicht wusste, dass es sie gibt. Bei Kindern wird Reiten sehr schnell zur Leidenschaft, und sie möchten am liebsten rund um die Uhr im Stall sein.

Wer sein Kind dabei unterstützen möchte, kann in einem Kurs den "Basispass Pferdekunde" erwerben. Teilnehmer erfahren die wichtigsten Dinge über Pferde und Ponys und erlernen die Grundlagen im Umgang wie Putzen und Führen. Am Ende gibt es sogar eine Prüfung. Allemal sollten Eltern aber etwas mehr Zeit beim Bringen und Abholen zur Reitstunde einplanen als etwa beim Turnen oder Fußball. Denn Pferdepflege gehört nun mal zum Reiten dazu.

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