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Rechtsfragen
Halloween - was erlaubt ist und was verboten

13 Fakten: Wissenswertes zu Allerheiligen
13 Fakten: Wissenswertes zu Allerheiligen FOTO: dpa, Patrick Seeger
An Halloween sind wieder Monster, Hexen und sonstige gruselige Gestalten unterwegs. Dabei gilt es, ein paar Regeln zu beachten. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.

Halloween wird mittlerweile auch in unseren Breiten gefeiert. Beim Autofahren am letzten Oktoberabend darf die Maskerade aber nicht übertrieben werden. Hüte, Bärte, Perücken und dicke Brillen behindern Sicht und Bewegungsfreiheit, was gefährliche Folgen haben kann.

Außerdem droht bei einer Kontrolle ein Bußgeld von zehn Euro. Wird der maskierte Fahrer geblitzt und ist nicht eindeutig zu erkennen, kann beim Fahrzeughalter das Führen eines Fahrtenbuchs verordnet werden.

Schlimmer wird es im Falle eines Unfalls: Maskierten kann grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden, die Kaskoversicherung kürzt dann unter Umständen ihre Leistungen. Besser ist es, die Verkleidung im Kofferraum zu deponieren und erst vor Ort anzuziehen – oder gleich auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Taxi umzusteigen. Dann muss man auch bei den Getränken nicht so genau hinschauen.

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Für Kinder gilt auch an Halloween das Jugendschutzgesetz

Wann dürfen Kinder an Halloween allein losziehen und Süßigkeiten sammeln? "Grundsätzlich ist es die Sache der Eltern, wie lange ihre Kinder alleine unterwegs sind", erklärt Arag-Rechtsexperte Tobias Klingelhöfer. Das Jugendschutzgesetz regelt jedoch den Aufenthalt an bestimmten Orten. So dürften beispielsweise Jugendliche unter 14 Jahren nur bis 22 Uhr alleine in Jugendtreffs oder Vereinen bleiben.

Sollten es Kinder mit den Halloween-Streichen übertreiben, stellt sich die Frage der Haftung. Der Satz "Eltern haften für ihre Kinder" stimme nur, wenn die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt haben, sagt Klingelhöfer. Passiere dennoch etwas, werde in die Überlegung, wer haftet, das Alter der Kinder, deren Einsichtsfähigkeit und die Tatsache mit einbezogen, ob die Eltern sie über die möglichen Folgen ihrer Streiche aufgeklärt haben. 

Ist man selbst der Geschädigte, etwa weil ein Eierwerfer die Hausfassade verschmutzt hat, solle man den Erwischten nach seinem Ausweis fragen, rät der Anwalt. Weigere dieser sich, seine Personalien preiszugeben, dürfe man ihn festhalten und die Polizei rufen. "Es muss natürlich alles im Rahmen bleiben, ansonsten machen Sie sich unter Umständen der Nötigung, Körperverletzung oder Freiheitsberaubung strafbar."

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Auf Halloween folgt Allerheiligen, ein sogenannter "stiller Feiertag". Stellt sich die Frage, ob öffentliche Partys am Vorabend überhaupt gestattet sind. Klingelhöfer: "Verboten sind sie zumindest nicht." Letztlich hänge es vom Bundesland ab. Bayern etwa habe ein sehr strenges Feiertagsgesetz: "Es verbietet an so genannten stillen Feiertagen öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen."

Da Allerheiligen aber nur in fünf Bundesländern gesetzlicher Feiertag ist, steht dem bunten Halloween-Treiben meist nichts entgegen.

(SP-X/csr)
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