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Mein Eigenheim (Folge 2)
Angebots-Chaos im Internet
Mein Eigenheim (Folge 2): Angebots-Chaos im Internet
RP-Online-Autorin Kerstin Helmerdig ist auf der Suche nach ihrer Traum-Immobilie. FOTO: Anja Streichan
Düsseldorf. Das Internet ist bei der Suche nach einer Wohnung oder einem Haus die erste Anlaufstelle. Sowohl Banken als auch verschiedene Internetplattformen bieten ausgeklügelte Suchfunktionen an, sodass ich schnell einige interessante Objekte finde. Von Kerstin Helmerdig

Dabei gibt es einiges, auf das ich achten muss. Schnell wird mir klar: Wenn kein Preis (oder ein vergleichsweise niedriger Preis) angegeben ist, handelt es sich meist um Zwangsversteigerungen, die ich gar nicht haben will. Denn da kann es sein, dass die Kosten bei der Auktion ins Unermessliche steigen.

Je genauer ich definiere, nach was ich suche (Immobilienart, Lage, Größe, Preis), umso drastischer reduziert sich die Zahl der Ergebnisse. Am Ende bleiben vielleicht drei oder vier Häuser übrig, die in Frage kommen. Die meisten Angebote stammen von Maklern. Das finde ich natürlich nicht so gut, weil dort immer Provision anfällt. Die liegt bei etwa 3,57 Prozent des Kaufpreises. Ich merke mir, dass ich das bei der Finanzierung unbedingt beachten muss.

Fertighäuser

Als ich die Häuser etwas genauer anschaue, entdecke ich welche, die erst 2013 fertiggestellt werden. Das sind Bauprojekte von Unternehmen, die Fertighäuser verkaufen. Das klingt verlockend, also klicke ich rein. "Flexible Raumaufteilung nach Ihren Wünschen", "Innenausstattung individuell", "Entfaltungsmöglichkeiten für den Besitzer" – das hört sich eigentlich gut an.

Leider gibt es mehrere Haken: Das Grundstück ist in dem Preis noch nicht enthalten. Die Suche nach einem passenden Grundstück zum Haus erspare ich mit in dem Moment, weil ich bereits das nächste No-Go gefunden habe. Der Innenausbau muss der neue Besitzer selbst vornehmen. Material wird gestellt. Moment? Heißt das, ich soll Wände hochziehen, Fließen legen und tapezieren?!? Das kann ich mir parallel zu meinem Vollzeitjob gerade mal so gar nicht vorstellen. Also fällt das auch weg.

Doch ich gebe mich noch nicht geschlagen. Wie wäre es, wenn ich erst einmal nach einer Wohnung suche, statt direkt viel Geld in die Hand zu nehmen, um ein Haus zu kaufen? Also ändere ich die Suchkriterien und finde tatsächlich etwas: Eine 3-Raum-Wohnung, 60 Quadratmeter, Garten inklusive ausgebautem Gartenhaus aus Stein. Liegt in einem schönen Stadtteil, den ich kenne. In der Nähe die Autobahn, Einkaufsmöglichkeiten und viel Grün. Ist zwar eigentlich etwas klein für zwei Personen (immerhin hat unsere Mietwohnung 75 Quadratmeter, allerdings auch eine übergroße Diele), aber anschauen kostet ja nichts. Schnell das Kontaktformular ausfüllen und hoffen, dass sich der Makler bald meldet.
 

Quelle: anch
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