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Prognose für 2018
Milchindustrie-Verband rechnet mit sinkenden Butterpreisen

Butter dürfte billiger werden: Milchindustrie-Verband rechnet mit sinkenden Preisen
Eine Scheibe Brot mit Butter (Symbolbild). FOTO: dpa, ppl tba fpt fpt
Augsburg. Die aktuell hohen Butterpreise werden nach Einschätzung des Milchindustrie-Verbandes im kommenden Jahr sinken.

Die Entwicklung der vergangenen Monate sei nicht vorhersehbar gewesen, sagte der Vorsitzende Peter Stahl vor der Jahrestagung des Verbandes am Freitag in Augsburg. "Butter hat die sechs Euro durchbrochen, das war vor einem halben oder dreiviertel Jahr noch undenkbar", meinte Stahl mit Blick auf den Kilopreis. Wie weit die Butterpreise 2018 sinken, sei aber noch nicht vorhersehbar. Aktuelle Geschäftszahlen deuteten auf einen Kilopreis von vier bis fünf Euro hin.

Zuletzt wurden abgepackte 250-Gramm-Butterstücke an der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse in Kempten mit rund sieben Euro pro Kilo gehandelt. Die Preise hatten sich an der Börse binnen eines Jahres mehr als verdoppelt, dies wurde entsprechend auch an die Verbraucher im Handel weitergegeben. Im Discountbereich kletterte der Preis pro 250-Gramm-Packung im günstigsten Segment auf 1,99 Euro. Dies ist nach Angaben der Verbandes der höchste Preis seit etwa einem halben Jahrhundert. Grund ist nach Einschätzung von Experten das knappe Angebot, das die Nachfrage nicht bedienen könne.

Laut dem Marktforschungsinstitut Nielsen ist der Butterabsatz in Deutschland 2017 bislang wie auch in den Vorjahren rückläufig. Der Käseverkauf sei hingegen relativ stabil, während auch der Milchabsatz abnimmt. Allerdings gibt es einen deutlich steigenden Absatz von Biomilch und Weidemilch. Nach Einschätzung des Hauptgeschäftsführers des Milchindustrie-Verbandes, Eckhard Heuser, wird dieser Trend zu Ökomilch weiter anhalten.

(wer/dpa)
 
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