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Was Sie wissen müssen
Ab jetzt ist die IBAN für alle Pflicht

Acht Fragen zum neuen Zahlungssystem
Acht Fragen zum neuen Zahlungssystem FOTO: dpa, Uwe Anspach
Düsseldorf/Frankfurt/Main. Mit dem 1. Februar kommt eine wichtige Änderung auf alle Verbraucher zu. Die 22-stellige IBAN ist jetzt für alle Pflicht und löst die vertraute Kombination aus Kontonummer und Bankleitzahl ab.

Von Montag an müssen auch Verbraucher für Überweisungen und Lastschriften in Euro die internationale Kontonummer IBAN nutzen. "Kunden, die nicht umstellen, laufen Gefahr, dass ihre Überweisung nicht ausgeführt wird und dass das Zeit kostet", warnte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

"Das kann dann auch Geld kosten, wenn ein Zahlungsziel verfehlt wird" - etwa wenn ein Bußgeld nicht rechtzeitig bei der Behörde ankommt, weil bei der Überweisung alte Kontonummer und alte Bankleitzahl benutzt wurden, oder eine Rechnung nicht pünktlich bezahlt wird und in solchen Fällen Mahngebühren oder Verzugszinsen fällig werden.

IBAN soll Überweisungen grenzüberschreitend beschleunigen

Die IBAN ("International Bank Account Number") soll dazu beitragen, Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen grenzüberschreitend zu standardisieren und so zu beschleunigen. Der Zahlungsverkehrsraum Sepa ("Single Euro Payments Area") umfasst 34 Länder. Neben den 28 EU-Staaten machen Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz, Monaco und San Marino mit.

Das ändert sich zum 1. Januar 2016

In Deutschland hat die IBAN 22 Stellen. Für Unternehmen und Vereine ist das neue Format seit dem 1. August 2014 verpflichtend, für Verbraucher gab es eine Übergangsfrist bis zum 1. Februar 2016. Banken wandelten die alten Angaben automatisch in das neue Format um.

"Große Mehrheit hat sich an die IBAN gewöhnt"

Derzeit würden bei Geschäftsbanken in Deutschland noch rund zehn Prozent der täglich 24 Millionen Überweisungen mit alten Kontodaten eingereicht, sagte Thiele. "Die große Mehrheit hat sich an die IBAN gewöhnt und nutzt sie auch." Thiele betonte: "Ab dem 1. Februar muss jeder Privatkunden die IBAN nutzen. Ich habe Sorge, dass das bei allen entsprechend klappt. Nicht jeder nutzt Online-Banking, viele Kunden haben noch alte Überweisungsträger in der Schublade."

Thiele bekräftigte seinen Appell, sich die 22-stellige IBAN in übersichtlichen Vierer-Blöcken zu merken. Auch Firmen könnten ihren Beitrag leisten, dass sich Bankkunden umgewöhnten: "Die IBAN gehört auf jede Rechnung und am besten in Vierer-Blöcken."

Hier beantworten wir acht Fragen rund um die IBAN.

(hebu/dpa)
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