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Insektizid in Eiern
Jetzt 17 Länder von Fipronil-Skandal betroffen

Insektizid in Eiern: Mittlerweile 17 Länder von Fipronil-Skandal betroffen
Millionen belastete Eier wurden nach Deutschland und in andere Länder verkauft. (Symbol) FOTO: afp, PH
Brüssel . Während die zwei am Donnerstag festgenommen Manager in Untersuchungshaft bleiben müssen, weitet sich der Skandal um mit Fipronil belastete Eier immer weiter aus.

Betroffen sind mittlerweile 15 Staaten der Europäischen Union, die Schweiz sowie Hongkong, wie die EU-Kommission am Freitag in Brüssel mitteilte. EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis berief ein Krisentreffen ein. Es soll am 26. September stattfinden, wie ein Kommissionssprecher am Freitag sagte. Andriukaitis will bei diesem Treffen Lehren aus dem Skandal ziehen, wie er ankündigte.

Im Mittelpunkt des Skandals stehen Belgien und die Niederlande: In Belgien wurde offenbar ein für die Nutztierhaltung zugelassenes, rein pflanzliches Desinfektionsmittel mit dem für die Nutztierhaltung verbotenen Fipronil gemischt. Das Mittel wurde von einer niederländischen Firma in zahlreichen Ställen vor allem in den Niederlanden eingesetzt.

Millionen belastete Eier wurden nach Deutschland und in andere Länder verkauft - und gelangten von dort teilweise auch weiter.

Derweil bleiben die zwei mutmaßliche niederländische Schlüsselfiguren des Skandals vorerst in Untersuchungshaft. Die beiden Chefs des Unternehmens Chickfriend aus der Nähe von Utrecht sollten weiter vernommen werden, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Am Montag müsse dann über eine mögliche Verlängerung der Untersuchungshaft entschieden werden.

Die Männer waren am Donnerstag wegen des Verdachts der Gefährdung der öffentlichen Gesundheit und des Besitzes verbotener Stoffe festgenommen worden.

(felt/dpa/AFP)
 
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