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Obst und Gemüse
Lebensmittel ohne Kühlschrank richtig lagern

Diese Lebensmittel wirken gegen Krebs
Diese Lebensmittel wirken gegen Krebs
Düsseldorf . Gemüse, Eier, Wurst, Käse, Butter - ein Großeinkauf und schon quillt der Kühlschrank über. Doch es gibt kreative Wege, Lebensmittel auch außerhalb der Kühlkiste auzubewahren. 

"Es muss nicht immer der Kühlschrank sein", ist eine Devise, die in den meisten Ohren hierzulande erstmal falsch klingen dürfte. Während in Entwicklungsländern sogar rohes Fleisch und Eier ungekühlt aufbewahrt werden, versuchen die meisten Europäer die Kühllücke zwischen Supermarkt und heimischem Kühlschrank möglichst kurz zu halten. Das sorgt dafür, dass so mancher Kühlschrank extragroß ausfällt - und somit auch ein extragroßer Stromfresser ist. Eigentlich unnötig. Denn viele Lebensmittel könnten auch ohne Kühlung lange halten, wenn man nur weiß, wie sie richtig gelagert werden müssen.

  • Radieschen, Schwarzwurzel, Meerrettich, Möhren, Lauch, Frühlingszwiebel oder Rote Beete beispielsweise lassen sich auch in einem Eimer mit feuchter Erde aufbewahren. Einfach die Spitzen in die Erde stecken und hin und wieder etwas gießen. Wird Gemüse vertikal aufbewahrt, ist deutlich länger haltbar. Alternativ kann übrigens auch Sand statt Erde verwendet werden.  
  • Einfach ein dunkles und trockenes Plätzchen brauchen in der Küche Gemüsesorten wie Kartoffeln, Chicorée, Kohl und Fenchel. Tomaten, Auberginen und Kürbis sollten am besten gar nicht erst in den Kühlschrank wandern, weil es ihr Aroma negativ beeinflusst. 
  • Vor allem Singles dürften sich über eine Lösung für die große Menge Zwiebeln freuen, die sich in handelsüblichen Supermarktbeuteln befindet. Die Knollen halten deutlich länger, wenn sie in einem kühlen Kellerraum aufbewahrt werden, und dort am besten hängend. Dafür einfach die Zwiebeln an den Enden zusammenbinden und an einem Nagel an die Wand hängen. So bleiben sie über Monate haltbar. 
  • Das Lieblingsobst der Deutschen ist der Apfel. Damit er auch wirklich lecker ist, muss er Biss haben und darf nicht mehlig sein. Doch wie gelingt das auch auf Dauer? Damit sich keine Druckstellen bilden, sollten Äpfel weich gelagert werden, zum Beispiel auf Zeitungspapier. Ob der Stiel nach oben oder unten zeigen soll, ist eine viel diskutierte Frage, wichtig ist jedoch, dass sich die Äpfel nicht berühren. Genau so können Sie übrigens auch mit Birnen verfahren. 
  • Bei Käse ist alles etwas komplizierter. Frischkäse muss in den Kühlschrank. Das gleiche gilt für Weichkäse und Edelschimmelkäse. Hartkäse am Stück dagegen enthält kaum Wasser, und kann daher auch außerhalb des Kühlschrankes lange durchhalten. Der Käse sollte dafür in ein luftdurchlässiges Papier, wie man es an der Käsetheke bekommt, eingeschlagen werden und an einem trockenen Ort liegen. Die Raumtemperatur sollte 15 Grad nicht übersteigen. Am besten eignet sich für große Stücke oder ganze Laibe Hartkäse der Keller. In dem kühlen, dunklen Raum bekommen sie das richtige Klima. Wird das Stück zusätzlich auf einem echten Holzbrett oder einem Tonteller gelagert, verlängert sich die Zeit noch. Umgedreht verlieren die meisten Sorten Käse ihr Aroma, wenn sie bei weniger als vier Grad gelagert werden. 
  • Brot wird von manchen in den Kühlschrank gelegt, tatsächlich tut ihm die kühle, feuchte Luft nicht gut - insbesondere in der Plastiktüte. Besser es wird in einer speziellen Brotbox bei Zimmertemperatur gelagert. Übrigens: Geschnittenes Brot hält deutlich kürzer als ein ganzer Laib.
(ham)
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