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Gegen die Hitze in Wohnräumen
Das bringen mobile Klimaanlagen

Mobile Klimaanlage: Gegen Hitze in Wohnräumen
FOTO: istock.com
Düsseldorf. Dauern die sommerlichen Temperaturen an, heizen sich mit der Zeit auch Häuser und Wohnungen auf. Besonders nachts kostet das längst so manchen den Schlaf. Wir erklären, ob mobile Klimaanlagen wirklich helfen, und was sie kosten.

Nicht nur das Auto, auch die eigenen vier Wände heizen bei sommerlichen Temperaturen mit der Zeit auf. Dann entsteht bei vielen das Gefühl, der Hitze gar nicht mehr entfliehen zu können. Abhilfe versprechen so genannte "mobile Klimaanlagen". Die müssen nicht eingebaut werden, sondern können als unabhängiges Gerät im Handel gekauft werden. Im Raum aufgestellt, sollen sie dann die Raumtemperatur auf ein erträgliches Maß herunter schrauben. Doch ganz so einfach funktioniert das "kühle Glück" dann doch nicht. Denn wie die Verbraucherzentrale NRW meldet, kühlen die Geräte oft weniger als gewünscht, und schlagen dafür ordentlich auf die monatliche Stromrechnung auf.  Die letzte Studie der Stiftung Warentest ist von 2008. Die zwölf getesteten Geräte verursachten Stromkosten von 400 bis 900 Euro bei jeweils 3000 Betriebsstunden.

Monoblock-Modelle

Enttäuschens sind etwa die oft angebotenen, einteiligen Monoblockgeräte. Laut Untersuchungen etwa der Stiftung Warentest schaffen sie es kaum, einen mittelgroßen Raum mit beispielsweise 35 Grad Celsius Innentemperatur in einem akzeptablen  Zeitrahmen ausreichend herunterzukühlen. Dies gilt insbesondere bei Räumen mit direkter Sonneneinstrahlung oder wenig gedämmten Dachgeschosswohnungen. Abgesehen von der mangelhaften Kühlleistung, sondern Kompressor und Lüfter brummende Geräusche ab, die ruhigen Schlaf oder ein entspanntes Gespräch stören können

Zweiteilige Anlagen - Leiser aber platzaufwendig

Bei zweiteiligen Anlagen ist der laute Kompressor nach außen verlagert. Kann dadurch unter Umständen allerdings zu Problemen mit den Nachbarn führen. Ein anderer Nachteil sind die Kabel. Bei Splitgeräten muss die Verbindung für Kältemittel und Strom durch die Wand gelegt werden. Für diese Montage muss seit 2008 ein Fachbetrieb engagiert werden. Dadurch entstehen zusätzliche Kosten. Ob bauliche Maßnahmen für das Splitgerät erlaubt sind, müssen Mieter im Vorhinein klären. Außerdem sollte die Kühlleistung unbedingt mit einem Experten besprochen werden. Stiftung Warentest hat die Zweiteiler etwa nur in einem 14 Quadratmeter großen Raum getestet.

Vorsicht mit den Energieeffizienzklassen

Klimageräte der Klasse A sind keine Energiesparer. Sie verbrauchen zwar deutlich weniger Strom als Geräte der Klasse C, zählen damit aber immer noch zu den Großverbrauchern im Haushalt. Seit dem 1. Januar 2013 gibt es ein neues Energielabel der EU für Klimageräte. Seither reicht die Skala von A+++ bis D, wobei neu in den Umlauf gebrachte Geräte nicht schlechter sein dürfen als Effizienzklasse B. Achten Sie daher besonders auf die Effizienzklasse für den Kühlbetrieb (linke Spalte neues Label) und setzen Sie die Geräte möglichst nicht zum Heizen im Winter ein. Mit Rücksicht auf die Nachbarschaft ist es sinnvoll, das Augenmerk auf möglichst leise Splitgeräte zu richten. Auch der Lärm-Wert ist auf dem EU-Label gekennzeichnet.

Mit Schutzmaßnahmen gegen die Hitze

Besser laufen die mobilen Kühlgeräte, wenn sie übernacht ausgeschaltet und die Räume gelüftet werden. Zudem sollte auch nach der Anschaffung eines solchen Gerätes nicht auf Hitzeschutz verzichtet werden. Markisen oder Vorhänge sollten die Räume nach Möglichkeit vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Außerdem sollten Fenster und Türen weitestgehend geschossen bleiben, um die Hitze auszusperren. Sinnvoll ist kurzes, starkes Lüften am Abend. Wenn die Temperaturen schon etwas herunter gekühlt sind. 

(ham)
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