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Listerien in Produkten
Wurst-Hersteller Sieber klagt gegen Produktionsverbot

Sieber: Fleischfirma klagt wegen Produktionsverbots
Bei der Fleischfirma Sieber wurden Listerien gefunden. FOTO: dpa, sja tba
Geretsried. Nach dem Fund gefährlicher Bakterien in den Wurstwaren der Fleischfirma Sieber wurde dem Unternehmen ein Produktionsverbot angeordnet. Nun will der Hersteller gerichtlich gegen das Verbot vorgehen. Es sei "politisch motiviert". 

Es sei Klage gegen den Freistaat Bayern eingereicht worden, sagte Inhaber Dietmar Schach am Dienstag am Firmenstandort in Geretsried (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen). Die Rückrufaktion sämtlicher Ware und die Werksschließung seien politisch motiviert. Das bayerische Verbraucherschutzministerium wies die Vorwürfe zurück.

Gefährliche Listerien im gesamten Sortiment

In Proben von Sieber-Wurstwaren waren gesundheitsgefährdende Listerien gefunden worden. Das Landratsamt in Bad Tölz hatte daraufhin am Freitag angeordnet, dass sämtliche Sieber-Produkte in ganz Deutschland aus den Ladentheken sowie in Flughäfen und Großkantinen zurückgerufen und vernichtet werden müssen.

Das Unternehmen beliefert nach seinen Angaben die Ketten Lidl, Norma, Rewe und Penny. Außerdem verhängte die Behörde ein Betriebs- und Vertriebsverbot für die Großmetzgerei mit 120 Beschäftigten.

Eine Ansteckung mit Listerien kann bei Kleinkindern und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem zu starkem Durchfall und Fieber führen. Bei Gesunden verläuft die Listeriose genannte Krankheit meist harmlos.

(dpa)
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