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Verheizen, kompostieren oder verfüttern
So werden Weihnachtsbäume richtig entsorgt

Weihnachtsbaum: Typologie der Tannenbaum-Käufer
Weihnachtsbaum: Typologie der Tannenbaum-Käufer FOTO: shutterstock/ Pressmaster
Düssledorf. Wohin mit dem Weihnachtsbaum? Diese Frage stellt sich auch in diesem Jahr wieder nach dem Jahreswechsel. Wir geben Tipps.

Traditionell verschwinden die meisten Weihnachtsbäume zum Dreikönigstag am 6. Januar aus den Wohnzimmern. Immerhin werden in Deutschland mehr als 29 Millionen Bäume zum Weihnachtsfest verkauft, da kommt eine Menge Holz zusammen.

Wo kann ich meinen Baum entsorgen?

Am einfachsten ist es, den Baum vom lokalen Abfallentsorger abholen zu lassen. In vielen Städten und Gemeinden werden bereits ab dieser Woche die Weihnachtsbäume entsorgt. In vielen Fällen können die ausgedienten Bäume zur braunen Biotonne oder zur Restmülltonne gestellt werden, dann müssen sie aber teilweise eingekürzt werden. Viele Kommunen haben zudem spezielle Sammelstellen eingerichtet. Über die Entsorgungstermine informieren sich Verbraucher am besten bei den Abfallbetrieben, in den Amtsblättern oder auf dem Webseiten der Kommune. Auch die Wertstoffhöfe nehmen die alten Bäume meist an.

Muss der Weihnachtsbaum komplett abgeschmückt werden?

Auf jeden Fall. Zwar verzichten die meisten inzwischen auf bleihaltiges Lametta, doch auch davon muss der Baum vorher gründlich befreit werden. Lametta muss laut Umweltbundesamt als Sonderabfall entsorgt werden. Geraten die Glitzerfäden mit den Weihnachtsbäumen in Kompostier- oder Verbrennungsanlagen, wird dadurch das giftige Blei in der Umwelt verteilt.

Was passiert mit den Bäumen?

Die ausgedienten Fichten, Kiefern und Tannen werden in den meisten Fällen geschreddert und anschließend zu Kompost. Oder sie werden - wie etwa in Berlin - zu Holzschnitzeln zerkleinert, in Heizkraftwerken verbrannt und zur Energieerzeugung genutzt. Möglich ist auch die Kompostierung im eigenen Garten: Zerkleinert und verrottet geben die Bäume gute Komposterde ab. Die Zweige könnten auch genutzt werden, um Beete im Garten abzudecken und dadurch vor Kälte zu schützen. Auch einige Zoos und Tierparks nehmen Weihnachtsbäume an, um sie an die Tiere zu verfüttern.

Dürfen Weihnachtsbäume verbrannt werden?

Streng genommen müssen Weihnachtsbäume als pflanzlicher Abfall entsorgt werden. Viele Gemeinden, Vereine und Feuerwehren organisieren inzwischen aber offizielle Termine für das Weihnachtsbaum-Verbrennen. Auch im eigenen Ofen kann der Baum verbrannt werden, das Holz sollte aber trocken genug sein und vorher entsprechend lange lagern. Im Wald oder am Straßenrand dürfen Weihnachtsbäume nicht entsorgt werden, denn sie brauchen lange, um zu verrotten. Wer dies dennoch tut, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit Geldstrafen geahndet werden kann.

Gibt es Alternativen für das nächste Fest?

Umweltfreundlicher ist es, dem Baum ein längeres Leben zu gönnen. Der Verband der Deutschen Holzindustrie macht vor allem in den Großstädten einen neuen Trend aus: den Leihbaum. Menschen lassen sich zum Fest einen Baum bringen, der danach wieder abgeholt und eingepflanzt wird. Zudem kaufen immer mehr Menschen einen Baum im Topf, um ihn im Frühjahr selbst einzupflanzen. Topfbäume sind freilich eher klein, um sie überhaupt transportieren zu können.

(AFP / lukra)
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