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Stiftung Warentest
Das beste Katzenfutter kostet gerade mal 23 Cent pro Tag

Stiftung Warentest 2017: Das beste Katzenfutter kostet 23 Cent pro Tag
Katzen können durchaus wählerisch sein, wenn es um ihr Fressen geht. Teuer muss gutes Futter laut Stiftung Warentest aber nicht sein (Symbolbild). FOTO: shutterstock.com/ Africa Studio
Düsseldorf. Welches Futter ist das beste für den Stubentiger? Diese Frage stellen sich Katzenhalter immer wieder. Die Stiftung Warentest gibt jetzt Antworten: Von 25 getesteten Produkten überzeugen vor allem die günstigen. Einige der teuren Futtersorten können sogar Nierenschäden verursachen. Von Susanne Hamann

13 Millionen Katzen schieben sich in deutschen Haushalten unter Tischen durch und sitzen abends schnurrend beim Fernsehen auf der Couch. Die Stubentiger sind das beliebteste Haustier hierzulande.

Kein Wunder, das die Futterindustrie für Katzen boomt. Mehr als eine Milliarde Euro wurde 2015 für Katzennassfutter ausgegeben - das ist deutlich mehr als für Trockenfutter oder Snacks.

Das Dilemma: Katzenbesitzer möchten ihren Haustieren eigentlich nur das Beste bieten - doch das Angebot ist groß und die Katzen sind oft wählerisch. Stiftung Warentest hat sich 25 Nassfutter zwischen 22 Cent und 1,88 Euro pro Tagesration angesehen, um herauszufinden, welches Futter am meisten mit seinen Inhaltsstoffen überzeugt. Das Ergebnis: Zehn Produkte konnten im Test überzeugen.

Das Wichtigste im Überblick: 

  • Testsieger: Die Note "sehr gut" ging an sechs Nassfutter - zu denen auch günstige Produkte wie "Mieze Katz" von Norma (23 Cent) und "Topic Zarte" von Aldi Nord (31 Cent) zählen. Unter den Markenprodukten konnten unter anderem "Classics Pastete mit Ente & Huhn" von Sheba (1,31 Euro) und " 1+ Jahre mit Geflügel in Terrine" von Whiskas (40 Cent) überzeugen.
  • Testverlierer: Katzenhalter sollten sich laut den Verbraucherschützern nicht blenden lassen. "Ob ein Futter ausgewogen ist, lässt sich nicht aus dem Zutatenverzeichnis schließen, sondern nur aufwendig analysieren." Gleich sechs Produkte fallen bei eben diesen Analysen mit mangelhaft durch. Darunter mehrere teure und ein Bio-Produkt. Unwissentlich auf Diät setzt ein Halter seine Katze demnach, wenn er ihr "Lachs & Hühnchen" von Mac`s (1,53 Euro) gibt. Der Nährstoffgehalt ist zu gering, dafür aber der Phosphorgehalt zu hoch - das kann bei Katzen auf Dauer Nierenerkrankungen auslösen. Zu fett und zu stark mit Phosphor belastet ist dagegen "Feine Pastete Mousse mit Thunfisch" von Gourmet Gold (1,45 Euro). Hier sind zudem die Fütterungsempfehlungen zu hoch angegeben. Zu Vorsicht raten die Tester beispielsweise auch bei "Complete Cat food Huhn" von Tundra.
  • Phosphor-Gehalt: Eine zu hohe Konzentration an Phosphor kann bei Katzen zu Nierenproblemen führen. Insbesondere Haustiere, die hier schon eine gesundheitliche Vorbelastung haben, sollten nicht mit entsprechenden Produkten gefüttert werden. Einen zu hohen Phosphorgehalt wiesen folgende Produkte mit mittelgutem Testergebnis auf: "Coshida mit Rind in Sauce" von Lidl ("befriedigend"), "Winston Saftige Häppchen mit Huhn in Sauce" von Rossmann ("befriedigend"), "Real Nature Wilderness Adult True Country Huhn & Lachs" von Fressnapf ("befriedigend"). 
  • Bio-Produkte: Die beiden getesteten Bio-Produkte erhielten von den Prüfern keine berauschenden Bewertungen. "Bioplan 50% Meat Paté mit Huhn und Karotte" von Fressnapf (81 Cent) schaffte gerade noch ein "ausreichend". Gründe: Zu viel Phosphor, zu viel Natrium, zu wenig Vitamin B1, kann Harnsteine begünstigen und die empfohlene Futtermenge ist zu hoch. "Das Katzenfutter vom Bio-Bauern Huhn "sensitiv" von Defu (1,53 Euro) fiel sogar mit "mangelhaft" durch. Die Gründe: Es soll glutenfrei sein, wies aber im Test viel Gluten auf und der Zink-, Vitamin-E- und Jodbedarf wird nicht ausreichend gedeckt. 

Hier finden Sie weitere Tests von Stiftung Warentest

(ham)
 
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