Verbraucherministerium und Stiftung Warentest
Wirbel um bedenkliche Inhaltsstoffe in Fan-Schminke zur EM

Stiftung Warentest warnt vor Farbstoffen in Schminke für EM-Fans 2016
Bei der WM vor zwei Jahren waren gefährliche Stoffe gefunden worden (Archivbild). FOTO: dpa
Stuttgart. Schwarz-Rot-Gold auf der Wange: Besteht für Verbraucher Anlass zur Sorge, Fanschminke zu verwenden? Das Untersuchungsamt CVUA in Karlsruhe hat 20 Proben untersucht - und keine verbotenen Farbstoffe gefunden. Bei der Stiftung Warentest hingegen ergab sich ein nicht ganz so positives Bild.

Die Ergebnisse des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Karlsruhe waren erfreulich. "Fans können bei dieser EM unbesorgt zu aktuellen Schminkstiften greifen", teilte Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU) am Freitag in Stuttgart mit. Die Untersuchungen der Stiftung Warentest zeigen allerdings andere Ergebnisse: Sie hat aktuell sieben Schmink-Produkte und Klebe-Tattoos zur EM getestet.

Potenziell krebserregende Stoffe nachweisbar

Viele Produkte wurden abgewertet, weil sie etwa polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Weichmacher enthielten. Einige Vertreter dieser Stoffgruppen gelten als gesundheitlich bedenklich. Auch aromatische Mineralöl-Kohlenwasserstoffe (Moah) wurden nachgewiesen - sie gelten als potenziell krebserregend. Allerdings: Weil die Schminke und die Tattoos zur EM nur selten zum Einsatz kommen, bestehe kein unmittelbares Gesundheitsrisiko, teilte die Stiftung Warentest mit.

Zur Fußball-Weltmeisterschaft vor zwei Jahren hatten solche Tests jedoch weitaus größere Folgen. Die Prüfer hatten in 14 von 14 Proben der Schminkstifte in den Farben Schwarz-Rot-Gold verbotene oder nicht deklarierte Farbstoffe und Pigmente bemängelt. Alle Produkte wurden daraufhin aus dem Verkehr gezogen. Eine konkrete Gesundheitsgefahr bestand aber auch damals nicht.

(dpa)
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