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Test
Wischroboter - Wenn die Heinzelmännchen wischen

Test: Wischroboter - Wenn die Heinzelmännchen wischen
Das sind die Halteplatten für die Wischtücher. FOTO: Wischroboter
Die tiefstehende Sonne offenbart es wieder: Wollmäuse und ein Staubfilm liegen auf dem Laminat, Parkett, oder Fliesenboden. Gerade jetzt könnte man dem Staub täglich hinterher wischen, aber wer macht das schon? Wischroboter sollen die Arbeit wie von selbst erledigen. Wir haben uns einige Modelle angesehen. Von Peter Meier

Die Wischroboter Braava von I-Robot und Sichler PCR-1030 sollen einem beim Putzen zur Hand gehen. Beide Geräte sind in der Bauform sehr flach gehalten, sodaß sie auch gut unter Betten Sideboards oder Sofas wischen können. Auch ist beiden Geräten gemein, dass sie eine abnehmbare Aufnahmeplatte für das Wischtuch haben. Aber schon hier offenbart sich der Unterschied zwischen den beiden Geräten, der sich natürlich auch im Preis niederschlägt. Während I-Robot die Aufnahmeplatte mittels starker Magnete am Gerät fixiert und zwei weiche elastische Klemmschienen zur Aufnahme des Putztuches liefert, geht es bei Sichlerrobuster zu. Der Kunststoff mutet bereits wesentlich billiger an und die Fixierung der Aufnahmeplatte für das Wischtuch ist eine Klemmkonstruktion, die genauso wie die vier Wischtuchfixierungen nicht gerade eine lange Haltbarkeit garantieren. I-Robots spendiert zudem eine zweite Wischtuchaufnahmeplatte mit einem kleinen Tank, der bei einer größeren Fläche das Austrocknen des Wischtuchs verhindern soll.

Schaltet man beide Geräte ein, erkennt man einen weiteren großen Unterschied. Der Sichler-Wischroboter geht unüberhörbar an die Arbeit. Mit Anfahren eines Hindernisses ändert er seine Richtung, um mit seiner Arbeit fortzufahren. Diese Karambolagetechnik beruhigt auch nicht gerade und ein Teppich im Raum lässt das Gerät vollends scheitern, da es immer wieder versucht auf den Teppich zu fahren, aber allein nicht wieder die Richtung ändern kann, um mit seiner Arbeit fortzufahren.

So sehen günstige Plastikhalter für die Halteplatte von Sichler aus, die alleridngs keine lange Haltbarkeit versprechen. FOTO: Wischroboter

Anders das Gerät von I-Robots. Nach dem Einschalten wird der Wischmodus, trocken oder feucht gewählt. Mittels eines Steuercupes navigiert das Gerät wesentlich eleganter durch den Raum. Geradezu leise wischt er den Raum, wobei das Gerät exakt an der Teppichkante entlang wischt. Ist die Raumreinigung abgeschlossen, findet sich der I-Robot an der Ausgangsposition wieder ein, während man den Sichler erst einmal suchen muß. Zu große Flächen sollte man beiden nicht zumuten, da sie ansonsten den Schmutz eher verteilen, aber bei regelmäßigem Einsatz und das kann auch während der Abwesenheit sein, erkennt man schon nach kurzer Zeit einen sichtbaren Erfolg.

Die Wischroboter Braava von I-Robot und Sichler PCR-1030. FOTO: Wischroboter

Selbstverständlich können diese Geräte das normale Wischen nicht ersetzen, aber die Putzzyklen lassen sich ein wenig länger hinausschieben. Bei täglichem Einsatz ist das Ergebnis besonders überzeugend, da Staub dann kaum mehr eine Chance hat. Im Bereich des Hauseingangs, oder bei Haustieren empfiehlt sich vorab der Einsatz eines Saugroboters, um erst einmal die groben Schmutzpartikel und Tierhaare aufzusaugt. Für Allergiker ist der kleine Wischroboter im Besonderen zu empfehlen, da die Geräte den Staub während der Abwesenheit beim Reinigen aufwirbeln und eine tägliche Reinigung sowieso angeraten ist.

Fazit: Wunder können die kleinen Helfer nicht vollbringen, aber einem die Arbeit ein Stück weit erleichtern.

 

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