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Mit dem Rucksack um die Welt
Bei den Schwestern in den blauen Bergen
High-Heel-Wettrennen in Sydney
High-Heel-Wettrennen in Sydney FOTO: AFP
Düsseldorf. Jeff ist wahrscheinlich einer der coolsten Typen der Welt: Australier, irgendwas in seinen Fünfzigern und ab und an Reiseführer für Touristen, die von Sydney aus einen Tagesausflug in die "Blue Mountains", die blauen Berge unternehmen wollen. Und für diesen Job ist Jeff vermutlich der beste Mann, der sich in und um die grösste Stadt Australiens finden lässt. Von Christian Spolders

Zusammen mit 18 weiteren Reisenden, aber erstaunlicherweise ohne Deutsche (dafür erwartungsgemäß einigen Asiaten) geht es in aller Herrgottsfrühe mit dem Minibus Richtung Westen. Erst durch den olympischen Park, der aber bereits tags zuvor und auf eigene Faust ausführlicher erkundet wurde, dann gute zwei Stunden bis nach Leura, dem Städtchen in den blauen Bergen, das aufgrund seiner Aussicht auf die "Three Sisters" ("Drei Schwestern") genannte Felsformation erstes Anlaufziel im Bergischen ist.

Doch wer befürchtet wie touristische Massenware behandelt zu werden, der hat die Rechnung ohne Jeff gemacht. Denn abseits der Touristenschar bringt Jeff seine Gefolgschaft nach dem Trubel bei den Schwestern an entlegenere Orte mit kleinen Wasserfällen und großen Aussichten, die man erst nach einer Abenteuer-Tour über nasse und holprige Wege bekommt. Nur Koalas und Kängurus, die kann Jeff dann doch nicht – anders als alles Wissenswerte über die Geschichte Sydneys, die Entstehung der blauen Berge und Eukalyptus-Wälder – auf Kommando bieten. "Je weiter sich die Menschen von der Stadt aus Richtung Berge ausbreiten, desto mehr verschwinden die Tiere", erklärt er.

Und trotz ihrer Abwesenheit: Der Trip raus aus Sydney war der perfekte Abschluss der Zeit in Australien. Nach nur einem statt zwei Monaten habe ich mich gegen das Strandleben im Norden und der anschließenden Reise durch Asien und für eine Rückkehr nach Südamerika entschieden.

Quelle: chk
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