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"Café Comercial" nach 128 Jahren dicht
Madrilenen weinen um ältestes Café

"Café Comercial": Madrilenen weinen um ältestes Café
Nach 128 Jahren plötzlich dicht: Das "Café Comercial" in Madrid. FOTO: dpa, apc ase
Madrid. Die plötzliche Schließung des ältesten Straßencafés von Madrid hat in der spanischen Hauptstadt nicht nur Kunden in Aufregung versetzt. Nach 128 Jahren standen die Menschen plötzlich vor abgedunkelten Fenstern. 

Mehrere Politiker sprachen sich am Dienstag für eine Initiative zur Rettung des legendären "Café Comercial" aus, das am Montag ohne jede Vorankündigung nach mehr als 128 Jahren dichtgemacht hatte.

Die Sozialisten (PSOE) riefen Bürgermeisterin Manuela Carmena vom Linksbündnis Ahora Madrid zum dringenden Eingreifen auf. Carmena meinte, sie sei "sehr traurig", da das Comercial "zum Leben in Madrid gehört" habe. Noch sei es aber nicht zu spät, um den berühmten Literaten-, Filmemacher- und Politiker-Treff zu retten.

Fassungslos und ungläubig hatten am Montag Menschen vor den geschlossenen Türen auf das Plakat "Wegen Geschäftsaufgabe geschlossen" gestarrt.

Einige Stammkunden konnten die Tränen nicht zurückhalten. Die Besitzerinnen, zwei Cousinen, hatten lediglich mitgeteilt, sie wollten das Geschäft nicht weiterbetreiben. 

Ober Felipe Majano, der 36 seiner 60 Lebensjahre Angestellter des Comercial am Bilbao-Rondell im Zentrum Madrids war, klagte im Gespräch mit Journalisten: "Uns wurde nichts erklärt.

Madrid: Ein Besuch in Spaniens Hauptstadt FOTO: shutterstock/ Matej Kasteli

Eine Schande, einen Laden mit so viel Geschichte zu schließen." Geldprobleme könne es nicht gegeben haben, denn: "Der Laden war immer voll."

(dpa)
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