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Mit dem Rucksack um die Welt
Chile – Sandboarden im Tal des Todes
Faszinierende Atacama-Wüste
Faszinierende Atacama-Wüste FOTO: Gentileza TurismoChile
Düsseldorf. Offiziell ist es ein kleiner, sehr alter und durchaus schnuckeliger Ort am Rande der trockensten Wüste der Welt. In Wirklichkeit ist es aber das Tor zu einem riesigen, natürlichen Freizeitpark – mit nahezu allen der gut 5000 Einwohnern als Angestellten und, wie es sich für einen Spaßpark gehört, in dem man sich sein Programm ganz nach eigenem Gusto frei zusammenstellen kann. Bienvenido a San Pedro de Atacama. Von Christian Spolders

Das Programm für die 60 Stunden im Norden Chiles ist straff. Doch es ist Luxus-Stress. Auch, dass es tagsüber tierisch heiß ist – und man nachts trotz zweier Decken noch in den Schlafsack kriechen und sich eine Wollmütze aufsetzen muss, da es unfassbar kalt wird.

Eben diese Temperaturen mit zweistelligen Minusgraden sind auch der Grund, warum es bereits um 4 Uhr morgens zum Vulkan El Tatio geht, der auf 4280 Metern die höchsten Geysire der Welt beheimatet. Am besten ist die warme Luft, die aus den kochend heißen Wasservorräten im Erdboden nach oben strömt, nämlich dann zu sehen, wenn es an der Oberfläche bitter kalt ist. Dafür gibt es anschließend aber ein kurzes, aufwärmendes Bad in einer der heißen Quellen.

Wesentlich wärmer ist es später am Tag, wenn es mit dem Bus in die beiden bekanntesten Täler wenige Minuten außerhalb von San Pedro geht. Zunächst ins "Valle de la Muerte" ("Tal des Todes"), um in den steilen Dünen mit etlichen anderen jungen Touristen die ersten Versuche im Sandboarden zu unternehmen – was tatsächlich ganz gut klappt. Und anschließend im "Valle de La Luna", dem "Tal des Mondes", in dem die Dämmerung und der Sonnenuntergang die nun erst rot und dann dunkelblau leuchtenden Gipfel der Anden tatsächlich nicht von diesem, sondern von einem anderen, weit entfernten Planeten erscheinen lassen.

In diesem Moment bin ich an einem der wahrscheinlich beeindruckendsten Plätze der Erde.

Quelle: RP/chk
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