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Rekordjahr für Tourismus
Fast 50 Millionen Übernachtungen in NRW

Fast 50 Millionen Übernachtungen in NRW
Düsseldorf hat gemeinsam mit der Region Niederrhein und dem Sauerland im letzten Jahr am meisten Zuwachs bei den Touristenbesuchen verzeichnet. (Symbolbild) FOTO: r.classen/ Shutterstock
Düsseldorf. Die Tourismusbranche in Nordrhein-Westfalen boomt. Die Unterkünfte verbuchten im vergangenen Jahr laut Statistischem Landesamt 49,6 Millionen Übernachtungen. Besonders beliebt ist die Region Niederrhein. Köln verzeichnet dagegen einen Rückgang.

Entspannen am Niederrhein, Wandern im Sauerland, Messebesuche in Düsseldorf: Nordrhein-Westfalen hat beim Tourismus das siebte Rekordjahr in Folge verzeichnet. Die Hotels, Herbergen und Campingplätze zählten im vergangenen Jahr 49,6 Millionen Übernachtungen, teilte das Statistische Landesamt in Düsseldorf mit. Das sind 1,9 Prozent mehr als 2015. Die Zahl der Gäste stieg um 2,0 Prozent auf 22,1 Millionen. Es kamen mehr Gäste sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Lediglich der Raum Köln erlebte einen deutlichen Rückgang, nachdem die massenhaften Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht 2015/16 weltweit Schlagzeilen gemacht hatten.

"NRW ist längst zu einem etablierten Reiseland geworden, sei es bei den privaten, aber auch bei den geschäftlich motivierten Reisen", sagte die Geschäftsführerin des Tourismus NRW, Heike Döll-König. Im Vergleich der Bundesländer liegt NRW damit bei den Ankünften auf Platz zwei hinter Bayern, bei den Übernachtungen auf Platz drei hinter Bayern und Baden-Württemberg.

Region Niederrhein ist besonders beliebt

Den höchsten Zuwachs erzielte der Niederrhein mit 3,8 Prozent mehr Gästen und 4,4 Prozent mehr Übernachtungen. Auch das Sauerland (3,8 Prozent/3,1 Prozent) sowie die Region Düsseldorf (3,0 Prozent/4,2 Prozent) legten 2016 besonders deutlich zu. Nur im Bergischen Land (-0,6 Prozent/-1,3 Prozent) sowie in der Region Köln und Rhein-Erft-Kreis (-1,6/-1,5 Prozent) lagen die Zahlen der Gäste und Übernachtungen unter denen des Jahres 2015.

Köln bezeichnete die Rückgänge in der Stadt als "moderat", man sei zufrieden mit den Zahlen. "Das letzte Jahr war ein schwieriges Jahr, weltweit", sagte ein Sprecherin von KölnTourismus. Sicherheit etwa sei ein großes Thema geworden. "Wir haben eine latente Terrorgefahr in Europa, wir hatten konkrete Terrorereignisse in unmittelbarer Nähe mit Paris und Brüssel." Zudem sei das Messejahr 2016 schwächer gewesen - ein weiterer Faktor.

Dezember 2016 war ein schlechter Monat für Köln

Die Silvesternacht 2015/16, in der es in Köln massenhaft Übergriffe auf Frauen gegeben hatte, spiele eine Rolle. "Wir können das nicht konkret belegen oder messen, was wie stark ins Gewicht fällt. Aber das gehört zu dieser Gesamtgemengelage dazu", sagte die Sprecherin. Damals, kurz nach Silvester, hatte Köln-Tourismus-Geschäftsführer Josef Sommer davon gesprochen, dass das Image Kölns "einen Knacks erlitten" habe.

Berücksichtigt sind in der Statistik nur die Zahlen der Beherbergungsbetriebe ab zehn Betten. Landesweit gibt es davon gut 5000 Betriebe. Die Gesamtzahl der angebotenen Betten stieg nach den Daten des Landesamtes um gut 2600 auf knapp 307 000. Die Auslastung stieg um gut einen Prozentpunkt auf 43,3 Prozent. Außerdem gibt es fast 12 000 Stellplätze auf den Campingplätzen.

(lnw)
 
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