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Deutschlandreise
Wandern und Genießen an der Saarschleife

Kurztrip an die Nahe
Kurztrip an die Nahe FOTO: Naheland Touristik GmbH
Düsseldorf. Wo gibt es das dichteste Netz an Premiumwanderwegen? Im Saarland. Also dann: Wanderschuhe und Rucksack einpacken und los - es lohnt sich! Der Auftakt unserer Serie "Deutschlandreise". Von Thomas Reinhardt

Der Nahequelle-Pfad Die kleine Tour ist gut geeignet für die ganze Familie. Im Örtchen Selbach (Gemeinde Nohfelden) im St. Wendeler Land entspringt die Nahe, die 125 Kilometer später in den Rhein mündet. Am Parkplatz der schön eingefassten Quelle startet der 5,4 Kilometer lange Rundweg (die Adresse fürs Navigationsgerät: 66 625 Nohfelden-Selbach, Primstalstraße). Die Wanderung führt durch Wald und über freies Feld, an kleinen Bächen vorbei und bindet einen Wildpark mit ein. Gut verteilt an der Strecke gibt es schön gemachte Rast- und Spielplätze, dazu Informatives, zum Beispiel einen Bienenlehrpfad mit Insektenhotel. Von Selbach aus ist es nicht weit zum Bostalsee, der einen Besuch lohnt, hier kann man baden, surfen und Boot fahren. Restaurant-Tipp in Selbach: Oldenburger Hof, Birkenfelder Straße 1.

Die Litermont-Gipfel-Tour Sie ist eine anspruchsvolle, knapp zehn Kilometer lange Wanderung für sportliche Zeitgenossen. 2007 war sie "Deutschlands Wanderweg des Jahres". Los geht es am Waldparkplatz in Nalbach, Etzelbachstraße (Kreis Saarlouis). Der Litermont ist ein sagenumwobener Berg. Wo einst der Ritter Maldix als Jäger durch die Wälder tobte, thront seit 450 Jahren ein Gipfelkreuz. Der Weg dorthin und wieder zurück ist reizvoll und anstrengend. Er führt im ständigen Auf und Ab in die Teufelsschlucht (mit Seilen gesicherter Abstieg) und auf die Himmelsleiter (eine steile und schmale Holztreppe), über den Maldix-Wilderer-Trail und den Felsensteig, wo man auf steilen Pfaden um die Felsen kurvt. Ansonsten darf man sich, je nach Jahreszeit, auf Orchideen und Lianen, Frösche und Schmetterlinge freuen. Restaurant-Tipp: Margrets Bauernstube, Litermontstraße 22, 66 701 Beckingen-Düppenweiler.

Die Saarschleifen Tafeltour Die Tagestour führt auf 15 Kilometern über teils spektakuläre Pfade. Start und Ziel ist der Parkplatz vor der Tourist-Information in Mettlach, Freiherr-von-Stein-Straße. Friedrich Wilhelm IV. war da. Oskar Lafontaine und Gerhard Schröder waren auch da. Jacques Chirac, Lech Kaczynski und Angela Merkel ebenfalls. Sie alle standen oben, am Aussichtspunkt Cloef, und schauten 180 Meter hinunter auf die Saarschleife. Die bekannteste Sehenswürdigkeit des kleinen Bundeslandes kann man auf einer großen Rundtour von Mettlach aus erwandern. Dabei geht es mehrmals hoch hinaus - und sogleich wieder tief ins Tal. Vom Start weg führt der Weg bergan, erstes Etappenziel ist die "stille Wächterin der Saarschleife", die Burg Montclair (mit Gastronomie), 290 Meter hoch. Es folgt ein kurvenreicher Abstieg bis hinunter zur Saar, die mit der Personenfähre Welles überquert wird (Montag Ruhetag). Von hier aus geht es ins romantische Steinbachtal und dann schweißtreibend in vielen Serpentinen bergan. Zur Belohnung wartet die regionale Küche im Landhotel Saarschleife in Orscholz. Über einen Abschnitt des Saar-Hunsrücks-Steigs, durch Wald und über Felsen, geht es zurück nach Mettlach. Dort lohnt ein Besuch bei Villeroy & Boch mit Erlebniszentrum und Keramikmuseum. Und in der Abtei-Brauerei gibt's ein frisches Bio-Bier.

Quelle: RP
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