| 12.23 Uhr

Von Mauritius bis Weihnachtsinsel
Traumziele im Indischen Ozean

Traumziel Indischer Ozean
Traumziel Indischer Ozean FOTO: dpa, pla
Herrsching. Unter einer Kokospalme am weißen Sandstrand fläzen, mit Walhaien schwimmen oder einen Vulkan besteigen: Das alles geht am Indischen Ozean. Wo man was am besten macht, hängt vom Budget ab. Eine Auswahlhilfe für Einsteiger.

Es ist das kleinste der drei Weltmeere, bietet aber eine große Auswahl an Reisezielen. Vulkaninseln, unzählige weiße Sandstrände, Korallenriffe und einmalige Tier- und Pflanzenwelten:
Das alles finden Touristen im Indischen Ozean. Zu den beliebtesten Zielen gehören die Malediven und Seychellen, Mauritius und Sri Lanka. Und es gibt abgeschiedene Inselreiche. Ein Überblick über die schönsten Reiseziele - und für wen sie sich eignen:

Malediven und Seychellen: Symbole für Trauminseln

Die beiden Inselstaaten sind der Inbegriff vom Strandparadies mit türkisblauen, warmen Lagunen vor einsamen, weißen Sandbuchten mit Kokospalmen. Beide Länder bestehen aus hunderten Inseln und liegen fast am Äquator - die Seychellen näher an der afrikanischen Ostküste, die Malediven in Richtung der indischen Südspitze.

"Die Seychellen sind besser, wenn man Land und Leute kennenlernen will", findet Dominik Därr, der beim Reisveranstalter Trauminsel Reisen arbeitet und dessen Mutter von den Seychellen stammt. Mit Bus oder Mietwagen kann man Ausflüge zu Teeplantagen, botanischen Gärten, Märkten oder Häfen machen. Auch Wanderungen durch das hügelige, dicht begrünte Innere der Inseln bieten sich an.

Die besten Länder für eine Reise 2018 FOTO: Julian W /Shutterstock.com

Auf den Malediven bleibt man dagegen eher unter sich. Oft beschränkt sich der Urlaub auf das Resort. "Es gibt Inseln, wo viele Deutsche oder Araber sind, Schnorchelinseln oder mit gutem Spa-Angebot", sagt Därr. Je nach Entfernung ist ein Kurztrip zu benachbarten Inseln möglich. Wer außerhalb der Resorts unterwegs ist, sollte beachten, dass die Malediven muslimisch geprägt sind.

Sowohl die Malediven als auch die Seychellen sind vorwiegend ein Ziel für Menschen mit einer üppigen Reisekasse. Zwar setzen etwa die Malediven zunehmend auf Unterkünfte im Drei- und Vier-Sterne-Bereich, doch in vielen Resorts kostet die Nacht locker mehrere Hundert Euro.
Nach oben sind kaum Grenzen gesetzt.

Nicht nur für Honeymooner: Mauritius und La Réunion

Mauritius bildet mit dem französischen Überseedepartment La Réunion die östlich von Madagaskar gelegene Inselgruppe der Maskarenen. Mauritius ist für seine Strände, Luxus- und Wellnesshotels sowie schönen Tauchreviere bekannt. Die Insel ist fast vollständig von Korallenriffen umgeben. La Réunion punktet mit viel ursprünglicher, bergiger Natur. Fast die Hälfte der Insel ist Weltnaturerbe, einige Gebiete sind durch einen Nationalpark geschützt und hat neben erloschenen auch einen aktiven Vulkan.

Nach dem Terror: Wo kann man noch sicher Urlaub machen? FOTO: Lisa S. / Shutterstock.com

"Mauritius eignet sich besonders für Strand- und Kultururlaub, La Réunion für Naturliebhaber und Aktivurlauber", sagt der Autor Wolfgang Rössig, der über die Inseln einen Reiseführer geschrieben hat. "Réunion gleicht einem immensen botanischen Garten." Die Maskarenen sind allerdings keine Destination für Billigreisen: Die Resorts und Luxushotels auf Mauritius lassen sich ihre hohe Qualität einiges kosten. Und auf La Réunion wird mit Euros gezahlt, die Preise liegen daher auf europäischem Niveau.

Madagaskar: Abenteuer mit Lemuren

Die neben der Küste von Mosambik liegende Insel ist größer als Deutschland und bietet sich vor allem für Urlauber an, die es gerne etwas abenteuerlicher haben. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten wie Lemuren, Baobabs und Affenbrotbäume kommen nur hier vor. Zu den Tsingys - markante, meterhohe Felsnadeln - gelangt man nur zu Fuß und stundenlanger Fahrt über holprige Staubpisten.

"Ein Riesenland, das von Bergen über Kultur bis zu Stränden viele Möglichkeiten bietet, Urlaub zu machen", fasst Därr zusammen. Die Hotellerie sei nicht so perfekt wie anderswo. Man sollte als Reisender also flexibel sein, was die eigenen Vorstellungen angeht. Dafür ist Madagaskar kein Massenziel, auch wegen negativer Schlagzeilen: Zuletzt ist dort wieder die Pest ausgebrochen.

Sri Lanka: Zwischen Tee und tollen Stränden

Grüne Hochebenen, Teeplantagen, palmengesäumte Sandstrände und eine artenreiche Tierwelt: Die am Fuße Indiens gelegene Insel - ehemals Ceylon - bietet Urlaubern jede Menge Abwechslung auf kleiner Fläche. Elefanten und Leoparden findet man hier ebenso wie buddhistische und hinduistische Tempelanlagen und Paläste. Mit dem Zug oder einem Mietauto samt Fahrer lässt sich die Insel von der Küstenregion bis hinauf zu den Hochplateaus im Landesinneren erkunden. Museen und alte Bauwerke geben einen Einblick in die wechselhafte Geschichte des Landes - zum Beispiel die Altstadt von Galle, einer Stadt im Süden der Insel, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählt.

Kleine Exoten: Jenseits von Massentourismus

Neben den Hauptreisezielen gibt es auch viele kleine, abgelegene Inselparadiese wie die zu Indien gehörenden Andamanen und Nikobaren nördlich von Indonesien oder die neben Madagaskar gelegenen Komoren.

Besondere Exoten sind die australischen Kokosinseln und die Weihnachtsinsel. Letztere ist wegen der dortigen Krabbenwanderung berühmt und bietet wie die Kokosinseln hervorragende Tauchgebiete und Abgeschiedenheit. "Auf beiden Inseln gibt es nur einen Geldautomaten, und der funktioniert manchmal auch nicht", berichtet Inka van Baal, Produktmanagerin für Australien bei Best of Travel Group. Wer australisches Lebensgefühl mit malaysischen Einflüssen und Südsee-Stränden sucht, ist hier richtig.

(ham/dpa)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Von Mauritius bis Weihnachtsinsel: Traumziele im Indischen Ozean


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.