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Flugpassagiere kann Mitschuld treffen

Das Warten am Check-in-Schalter zieht sich manchmal ganz schön hin. Wird die Zeit bis zum Abflug knapp, sind Flugreisende in der Verantwortung, sich aktiv um eine bevorzugte Abfertigung zu kümmern. Bleiben sie einfach in der Schlange stehen und verpassen so den Flug, steht ihnen keine Entschädigung zu. Das entschied das Amtsgericht Düsseldorf (Az.: 42 C 9584/14).

In dem verhandelten Fall hatten die Kläger einen Flug von Düsseldorf nach Antalya gebucht. Abflug war 14.20 Uhr, die Kläger erschienen aber erst um 14.15 Uhr am Abfertigungsschalter. Sie konnten nicht mehr mitgenommen werden - und klagten deshalb auf Entschädigung. Die Kläger behaupteten, bereits um 12.30 Uhr am Flughafen gewesen zu sein. Doch die Schlange vor dem Schalter sei so lang gewesen, dass sie erst fünf Minuten vor Abflug an der Abfertigung ankamen. Das Gericht wies die Klage ab. Die Fluggäste hätten eine bevorzugte Abfertigung einfordern müssen.

(tmn)
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