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Mittelmeerinsel Elba
Traumurlaub auf Napoleons Insel

Elba: Die Trauminsel des Kaisers Napoleon
Elba: Die Trauminsel des Kaisers Napoleon FOTO: Shutterstock
Elba. Dank des kurzen Aufenthaltes Napoleon Bonapartes im 19. Jahrhundert ist Elba in die Annalen der Weltgeschichte eingegangen. Ein Besuch der Insel führt Besucher auf die Fährte des Kaisers, und offenbart, was ihn an der Trauminsel so fasziniert hat. 

Allzu viel lässt nicht mehr erahnen, dass vor ziemlich genau 200 Jahren Napoleon Bonaparte, der berühmt-berüchtigte französische General und Kaiser, für rund ein Jahr auf der Mittelmeerinsel Elba verweilte. Der Revoluzzer wurde im Jahr 1814 dorthin verbannt, nach seiner Absetzung als Kaiser und einem Suizidversuch sollte er seinen Frieden finden. Der Versuch scheiterte, Napoleon brach fast ein Jahr später nach Frankreich auf. 

Direkt an der Küste mit wunderbarem Ausblick kann mittlerweile der ehemalige Regierungssitz Napoleons besichtigt werden. Außerdem bestätigt die Palazzina dei Mulini, eine Villa einige Autominuten weg vom Meer, den Aufenthalt des Franzosen auf der Insel. Die beiden Gebäude sind wohl die bekanntesten Museen auf Elba.

Als Tourist erstaunt man, dass Napoleon dort nicht sesshaft geworden ist. Zwar ist Elba in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr zu einem Magneten für Urlauber geworden, die Insel besticht dennoch weiterhin durch ihre Natürlichkeit. 

Denn seit vielen Jahren ist sie Naturschutzgebiet. Unberührtes Land bleibt also auch unberührt, auf Elba kann nur auf bereits bebautem Gebiet gebaut werden. Dadurch sind die Immobilienpreise in die Höhe gegangen, die vor einigen Jahren noch moderaten Preise für Ferienhäuser sind nunmehr utopisch. 

Fernab der Touristenhochburg

Rund um die Hauptstadt Portoferraio tummeln sich die Touristen samt Sternehotels an der Küste, die Strände sind zumeist gnadenlos überlaufen. Wenn man sich aber auf der weitestgehend einzigen Straße der Insel mit dem Auto gen Westen aufmacht, betritt man nach spätestens nach einer Stunde Fahrtzeit ein ruhiges Paradies. 

An der Westküste leben größtenteils Einheimische samt erfahrenen Elba–Urlaubern, die es sich in eigenen oder gemieteten Ferienhäusern gemütlich machen. Hier bestimmen Steinküsten, türkises Wasser und die Macchia, ein mediterranes Gebüsch, die Szenerie. 

Nahegelegene Orte sind Mangelware, Lebensmittel müssen gut geplant im Voraus gekauft werden. Dafür bietet dieser Teil Elbas ungeahnte Entspannung fern jeglichen Stresses. 

Keine Angst vor exotischen Tiere

Berührungsängste sollte man als Tourist aber keine haben. Auf Elba gibt es unterschiedlichste, exotische Tierarten. So sind Salamander keine Rarität, auch Schlangen, Wildschweine oder Skorpione sind auf der Insel heimisch – wenn auch selten gesehen. 

Hingegen sorgten im vergangenen Jahr die dort weit verbreiteten Feuerquallen für Aufruhr: Bei einem Schwimmwettbewerb wurden rund 100 Personen von den Tieren verletzt. Ernsthafte Verletzungen blieben aber aus, einzig ein Mädchen musste wegen einer allergischen Rekation kurzfristig ins Krankenhaus gebracht werden.

Zur Beruhigung: In solchen Fällen können Einheimische vorab sagen, ob die Strömung Quallen an die Küste getrieben hat. Ansonsten kann man auch außerhalb des Wassers problemlos einen erholsamen Tag auf Elba verbringen. Oder einen Ausflug in die Vergengenheit Napoleaons machen.

(cfk)
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