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Mit dem Rucksack um die Welt
Machu Picchu – und dein Herz schlägt schneller
Peru: Touristen stürmen Machu Picchu
Peru: Touristen stürmen Machu Picchu FOTO: AP
Düsseldorf. Von jetzt auf gleich wird die Luft dünner. Und dein Herz schlägt schneller. Doch davon sollte man ausgehen, wenn man die ersten Schritte durch Cusco macht. Denn die Stadt, die durchaus den Charakter eines kleinen Dorfes hat, allerdings Hauptstadt des ehemaligen Inkareiches ist, liegt mehr als 3.400 Meter über dem Meer. Da sollte bei der ersten Erkundungstour die ein oder andere Pause eingelegt werden. Von Christian Spolders

Doch der kurze Trip in die peruanischen Anden ist zu schade, um sich lange auzuruhen. Und darum kommen Touristen auch nicht her. Machu Picchu, gut erhaltene und durchaus sagenhafte Ruinenstadt der Inka, ist das Ziel so ziemlich jedes Reisenden in Cusco. Und die mehr als fünf Jahrhunderte alten Gemäuer auf einer großzügigen Bergspitze etwa 70 Kilometer nordwestlich von Cusco müssen erst einmal erreicht werden – aus Gründen der Bequemlichkeit und des Mangels an Zeit in diesem Fall mit dem Zug.

Doch die Luxus-Anreise anstatt des mehrtägigen und beliebten Inka-Weges ändert nichts an den Eindrücken von der Stadt, die erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckt wurde. Umringt von grünen Bergen ruht sie trotz hunderter Besucher in sich, eine Herde Lamas grast zwischen den Häusern, Tempeln und Mauern, die so imposant sind, weil sie echt sind. Der Ausblick ist allein deswegen schon faszinierend, weil weit und breit nichts zu sehen ist – außer grün bewachsenen Anden eben. Eine legendäre Stadt, mitten im Nirgendwo.

Doch nicht nur in Machu Picchu, auch in Cusco selbst packt einen die Geschichte, ob man will oder nicht. Inka-Ruinen und -Festungen mit spektakulären Namen wie Saqsayhuamán, Anwesen der spanischen Eroberer aus dem 16. Jahrhundert, alte Frauen, die in traditionellen Kleidern auf staubigen Strassen Obst verkaufen – und nachts schimmert die Stadt im Licht der Straßenlaternen golden. Vollbepackte Touristenbusse, etliche Internetcafes und aufdringliche Taxifahrer zum Trotz: Ich habe das Gefühl, in einer anderen Zeit zu sein.

Quelle: RP/chk
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