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Essen auf Mallorca
Zu Besuch in einem typisch mallorquinischen Restaurant

Restaurants auf Mallorca
Restaurants auf Mallorca FOTO: MICHAEL LÜBKE /MALLORCA GEHT AUS
Schwein, Schmalz und ganz viel Kohl. Die Kombination mag im ersten Moment seltsam klingen. Nach einem Besuch in einem  typisch mallorquinischen Restaurant, dürften aber auch Skeptiker überzeugt sein.

Natürlich kann man auf Mallorca beinahe überall olivenölbetonte mediterrane Ge­richte in allen Preis- und Qualitätsstufen, frischen Fisch (auch wenn der meist nicht vor Mallor­cas Küsten gefangen wurde) oder die internationale, aus allen Kochtöpfen der Welt inspirierte Küche genießen.

Weitere Texte finden Sie im Magazin "Mallorca geht aus! Dem Gastronomieführer für die beliebte Balearen Insel. FOTO: Mallorca geht aus!

Einen Besuch in einem typisch mallorquinischen Restaurant sollte man sich trotzdem nicht ent­gehen lassen; zwar haben die regionalen Speziali­täten nichts von der gesunden Leichtig­keit der sonstigen sogenannten "Mittel­meer­küche", aber sie sind einfach köst­lich. Besonders der urdeutsche, fleisch­­­liebende Esser dürfte sich in den zahlreichen "Cans" und "Celleres" wohlfühlen: Es gibt köst­lichen Schinken, oft den kostbaren vom iberischen Schwein (jabugo), Spanferkel und Schweine­kotelettes, und das typisch mallorquinische Gericht Llomb amb col bzw. Lomo con col ähnelt der Kohlroulade aus good old Germany sehr. Als Beilagen werden meist gebratene Kartoffeln und Pommes Frites serviert; als Getränk auch gerne ein zischen­des Bier.

Kohl und ihm anverwandte Gemüse, Zwiebeln, Mangold und Spinat (allerdings ohne Blubb) spielen eine dominante Rolle bei so typischen Gerichten wie Sopes mallorqines (sopas mallor­quinas) und Frit mallorquí (frito mallor­quín), Letzteres eine Mischung aus mit viel Grünzeug geschmorten Lamm- oder Schweine­in­ne­reien. Auch Eintöpfe aus Fleisch und Gemüse gehören seit jeher zu den klassischen Insel­gerichten. Wie in alten alemannischen Tagen wird hier zuweilen immer noch gerne Schmalz zum Braten und Schmoren eingesetzt – und zum Backen: Die berühmte Ensaimada, die typisch mallorquinische Hefeschnecke also, wird auf der Basis von saim (= katalanisch für Schmalz) zubereitet.

Wer seinen Urlaub auf der Sonnen­insel vor allem in Bikini oder Badehose ver­bringen will, zieht da vielleicht die leichteren Varianten der neu-mallor­quinischen Küche vor (siehe Toplisten), die die regional­typischen Spezialitäten neu inter­pretiert und mit den Vor­zügen der medi­terranen Zubereitungs­arten zu verbinden weiß. Oder greift in einem traditionellen Lokal auf Kaninchen, Lamm und Fisch oder die in ganz Spanien beliebte Paella in ihren zahlreichen Varianten zurück. Die besten der unzähligen, über die ganze Insel verteilten mallorquinischen Restau­rants finden Sie am Ende dieses Kapitels.

Die wichtig­s­ten regionaltypischen Spezialitäten stellen wir ­Ihnen nun vor. Außerdem: Ein Glossar der wichtigsten Gerichte, die auf Speisekarten auftauchen (in katalanischer und spanischer ­Spra­che) – zusammengestellt von Luna Bolivar Manaut. ­

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