Mallorquinische essen
Postres - Das sind die besten Nachspeisen

Diese mallorquinischen Gerichte sollten Sie kennen
Diese mallorquinischen Gerichte sollten Sie kennen FOTO: Überblick Verlag
D-e-r typisch mallorquinische Nachtisch schlechthin: Mandelkuchen, am besten noch gleich mit einer Kugel Mandeleis – einfach köstlich. Aber natürlich gehören auch der flan, der typisch spanische Karamell­pudding, und die crema catalana, in Mitteleuropa als crème brûlée bekannt, zu den Dessert-Standards.

Da neben Mandeln auch Orangen auf Mallorca reichlich wachsen, lassen sich Mallorcas Köche außerdem eine Reihe von Nach­tisch-­Varianten mit Apfelsinen einfallen. Glück­lich, wer zur Reifezeit der Orangen, also von Dezember bis März/April nach ­Mallorca kommt. Das Tal von Sóller bei­spielsweise gleicht in dieser Zeit einem einzigen Meer aus Grün mit orange­far­benen Tupfen. Und nirgends sonst ist der zumo oder jugo natural de naranjas, der Orangensaft, frisch gepresst aus ge­rade vom Baum gepflückten Früchten, so leck­er wie hier. Zitronen werden das ganze Jahr über geerntet.

ametles = almendras
Mandeln
Natürlich wird in der mallor­qui­nischen Küche viel Süßes mit Mandeln ge­macht: Leckere Kuchen und Nachspeisen, Weih­nachts­rezepte und Eis. Aber auch Fleisch können Mandeln ein ganz raffinertes Aroma verleihen, wie zum Beispiel bei Escaldums.

bunyols = buñuelo
In Fett ausgebackenes Schmalzgebäck; Kartoffelkrapfen. Ein Buñuelo ist ein kleiner, süßer, frittierter Kringel. Anders als die auf dem Festland be­kann­testen "Bu­ñuelos de Viento” werden die Mallorca-typischen nicht mit Mehl und Wasser gemacht, sondern aus Kartoffeln und Süßkartoffeln herge­stellt, halb und halb. Die echten Buñuelos kann man auf Mallorca nur an einem Tag im Jahr essen: Am 21. Oktober, am Jung­frau­en­tag. Dann werden auf den Straßen kleine Buden aufgebaut, wo Buñuelos ganz frisch frittiert verkauft wer­den. Und dann gibt es auch in jeder Bäckerei welche.

cabell d'angel = cabello de ángel
wörtlich: Engelshaar; eine sehr süße Kürbiskonfitüre, die in ganz Spanien zum Füllen z. B. von Ensaimadas verwendet, aber auch einfach auf's Früh­stücksbrot gestrichen wird. Das Frucht­fleisch des Kürbisses enthält viele feine, kleine Fasern, die goldgelb durch die Marmelade hindurchschimmern – ­daher der Name. Verwendet wird eine spezielle Kürbissorte, die wie eine große Zucchini aussieht. Man kocht die Kürbisse, entnimmt die Fäden und mischt sie mit Zucker, bis man eine Paste hat, die einer Marmelade ähnelt.

crema catalana = crema catalana
crème brûlée

ensaimada = ensaimada
Schmalzgebäck (Saim ist das mallor­qui­nische Wort für Schmalz) mit Puder­zucker, das Nationalgebäck Mallorcas schlechthin. Es gibt Ensaimadas in kleiner, handlicher Frühstücksportions- (man ge­nießt sie zu café con leche), bis hin zur Wagen­rad­grö­ße; besonders letztere kann man noch in letzter Minute am Flughafen als Mitbringsel kaufen. Ein klassisches Ensaimada (Ensai­madas lisas = flache Ensaimadas) kommt traditionell nur mit Puderzucker daher und schmeckt ganz frisch aus dem Ofen, noch warm, am ­aller­besten.

Es gibt aber auch Ensaimadas mit cabell d'angel, ­also sehr süßer Kür­bismarmelade oder Vanillecrème ("crema tostada”, mit viel Eiern zu­bereitet, weshalb sie nicht im Som­mer angeboten wird: Salmo­nel­len­ge­fahr!), mit Sahne oder Man­delnougat ge­füllte und mit Aprikosen bestückte und, und, und … Seit dem 3. ­Oktober 1996 trägt das Gebäck offiziell den Namen "Ensaimada de Mallorca" und hat damit sozusagen ein "D.O." bekom­men, ist patentiert und ko­pier­­geschützt. Wenn Sie vorhaben, eine Ensaimada mit nach Hause zu nehmen, dann wählen Sie eine mit Füllung: Die bewirkt, dass das Gebäck länger hält und nicht so schnell austrocknet. Eigentlich muss eine Ensai­mada sowieso innerhalb von zwei Tagen gegessen werden. Die Ensaimadas, die man am Flughafen kaufen kann, sind meist geschmacklich lecker, aber mit sehr viel Fett zubereitet, damit sie länger weich bleiben. Besser: Beim nächsten Bäcker eine Ensaimada für den Abflugtag vorbestellen.

flam = flan
gestürzter Vanillepudding mit Karamell­crème

gató d'amettla = tarta de almendras
mallorquinischer Mandelkuchen Der Gat ist d-e-r mallorquinische Kuchen schlechthin. Den gibt's nur auf Mallorca. Seine Besonderheit ist, dass zum Backen kein Mehl verwendet wird, sondern statt­dessen frische geriebene Mandeln. Er be­steht also nur aus Mandeln, Zucker und Eiern. Gat isst man zusammen mit einer anderen Spezialität von der Insel: dem Mandeleis.

gelat = helado
Speiseeis

gelat d'ametlla = helado de almendras
Mandeleis

nata = nata
Sahne

ou = huevo
Ei

pastís = pastel
Kuchen

rubiols
Süßes Gebäck aus Mürbeteig, mit cabell d'angel oder gewöhnlicher Aprikosen­marmelade gefüllt

figa = higo
Feige

llimona = limón
Zitrone

macedonia = macedonia
Obstsalat

manduixa = fresa
Erdbeere

mel = miel
Honig

meló = melón
Melone

melocotó = melocotón
Pfirsich

nou = nueces
Walnüsse

pinya = piña
Ananas

pinyons = piñones
Pinienkerne

poma = manzana
Apfel

prunes = ciruela
Pflaume

formatge = queso
Käse. Auch auf Mallorca gern und bevor­zugt gegessen: der Mahón, der berühmte Käse von der Nachbarinsel Menorca. Es gibt ihn als halbreife Variante (semi­curado, mindestens zwei Monate gereift) oder auch vollreif (curado, sechs bis zehn Monate Reifezeit). Reift er noch länger, heißt er añejo und ist hart wie Parmesan – eine ganz besonders leckere Tapa. ­Kleine mallorquinische Land­käse­reien stellen Ziegen-, Schaf- und Kuh­milchkäse her, nur leicht gesalzen und daher milder als der Mahonés. Ganz salzlos ist der formatge tendre, der an den italienischen Mozza­rella erinnert.

raim = uva
Traube

taronja = naranja
Orange