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Terror in Südfrankreich
Was Urlauber jetzt wissen müssen

Anschlag in Nizza: Lkw rast in Menschenmenge
Hannover/Oberursel. Der Terroranschlag in Nizza dürfte viele verunsichern, die in den Sommerferien nach Südfrankreich reisen wollen. Antworten auf die wichtigsten Fragen, die sich Urlauber jetzt stellen.

Wieder ein Anschlag - dieses Mal hat es Nizza getroffen. Was müssen Urlauber mit dem Ziel Côte d'Azur jetzt wissen? Antworten auf drei wichtige Fragen für Reisende:

Wie reagieren die Reiseveranstalter auf den Anschlag?

Wie üblich bei Anschlägen, bieten die Veranstalter für Nizza-Reisen in den kommenden Tagen kostenlose Umbuchungen und Stornierungen an. Bei Tui mit derzeit 26 deutschen Gästen in Nizza gilt die Frist für Abreisen bis einschließlich 31. Juli. Beim Veranstalter Thomas Cook, der nach eigenen Angaben aktuell nur wenige Gäste in Nizza hat, läuft sie dagegen nur bis Sonntag (17. Juli), bei DER Touristik mit gut 200 Gästen in Nizza und Umgebung bis Samstag (16. Juli).

Kann ich als Individualtourist eine geplante Reise absagen?

Wer für die kommenden zwei oder drei Tage nach dem Anschlag ein Hotel in Nizza gebucht hat, hat große Chancen, dieses kostenfrei stornieren zu können, schätzt Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Ihr Argument: Laut Auswärtigem Amt sollen die Bewohner Nizzas derzeit nicht ihre Häuser verlassen und müssen den Anweisungen der Sicherheitskräfte folgen. Das schränkt das Reisen vor Ort deutlich ein. Wer aber etwa erst in einer Woche nach Nizza reist, ist letztlich auf die Kulanz des Hoteliers angewiesen. Ein Anspruch auf kostenloses Stornieren besteht nicht. Wer aus Angst nicht reisen will, kann das Hotel um eine Umbuchung auf einen späteren Zeitraum oder um einen Gutschein bitten, rät Fischer-Volk.

Kann ich mich vor Terroranschlägen wie in Nizza schützen?

Die Gefahr von Anschlägen besteht dem Auswärtigen Amt zufolge weltweit. "Die grausame Tat in Nizza macht erneut deutlich, dass es nirgendwo auf der Welt eine absolute Sicherheit gibt", sagt Sibylle Zeuch, Sprecherin des Deutschen Reiseverbands (DRV), unserer Redaktion. "Wir können nur für immer Zuhause bleiben, was ja keine Alternative ist, oder leider mit der Bedrohung leben. Sie gehört nun zu unserer Realität." 

Also besser ganz zu Hause bleiben? Bei der Gefahrenlage gibt es durchaus Unterschiede. Vorrangige Anschlagsziele sind laut Auswärtigem Amt Orte mit Symbolcharakter: Regierungsgebäude, Verkehrsmittel, Hotels, Märkte, Versammlungen. Wer das Anschlagsrisiko zumindest verringern will, hält sich also am besten von solchen Orten und größeren Menschenansammlungen in der Öffentlichkeit fern.

(ham / dpa)
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