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Brite bot Touristin über Internetbörse Schlafplatz an
Couchsurfing endet mit Vergewaltigung

Couchsurfing - Schlafen auf fremden Sofas
Couchsurfing - Schlafen auf fremden Sofas FOTO: ddp
London (RPO). Was als preisgünstiger Urlaub begann, endete für eine Touristin aus Hongkong mit einem Alptraum. Ein Brite bot ihr über das Internet einen kostenlosen Schlafplatz in seiner Wohnung an und vergewaltigte sie dann. Nun wurde er zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Der 34-jährige Marokkaner habe der 29-jährigen Frau über die Internetseite "CouchSurfing" angeboten, bei ihrer Europareise in seiner Wohnung im nordenglischen Leeds zu übernachten, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Dort habe er sie aber vergewaltigt und gedroht, sie zu töten. Der Mann habe das Vertrauen der Frau "auf die fürchterlichste Art" missbraucht, sagte eine Polizeisprecherin. Das Urteil erging demnach bereits am Mittwoch.

Couchsurfing gilt besonders bei jungen Reisenden als kostengünstige Art, Urlaub zu machen. Die Vorgehensweise ist simpel: Auf der entsprechenden Webseite im Internet (couchsurfing.com) registrieren sich Interessenten kostenlos, füllen ein kurzes Profil aus, geben ihre Hobbys und Sprachkenntnisse an und bieten im anderen Mitgliedern einen Schlafplatz an.

Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, sich selbst auf eine fremde Couch irgendwo in der Welt einzuladen. Vorausgesetzt, der Betroffene ist einverstanden. Das Netzwerk hat eigenen Angaben zufolge etwa 1,5 Millionen Mitglieder. Die meisten gehören zur Generation der Rucksackreisenden zwischen 18 und etwa 35 Jahren.

(AFP/mais)
 
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