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Vom Reiseführer "Lonely Planet" präsentiert
Die wichtigsten Reiseziele 2017

Die Reisetrends 2017
Die Reisetrends 2017 FOTO: Zörner
Melbourne. Der internationale Reiseführer "Lonely Planet" hat die wichtigsten Ziele für das kommende Jahr vorgestellt. Darunter sind exotische und eher unbekannte Städte, Länder und Regionen. In Europa überzeugen etwa Finnland und Portugal. Von Emily Senf

Vertraut man dem "Lonely Planet", dann sollte die nächste Reise in die Ferne gehen. Der australische Verlag, der den gleichnamigen internationalen Reiseführer herausgibt, hat in der Ausgabe "Best in Travel" die Top-Ziele für 2017 festgelegt - und die liegen fast alle sehr weit weg.

Aus Europa haben es nur wenige Länder, Städte und Regionen in die Rankings geschafft, darunter Finnland, die Azoren und Nordwales in Großbritannien.

Auf Platz eins der zehn sehenswertesten Länder liegt Kanada. Der tatkräftige neue Regierungschef Justin Trudeau habe eine Welle positiver Gefühle ausgelost, und die dynamischen Städte des Landes seien seit Jahren spitze in Sachen Lebensqualität, der Willen zur Integration und die vollendete Höflichkeit der Kanadier rundeten das Bild ab, heißt es im "Lonely Planet".

Kanada: Schönheit Banff Nationalpark FOTO: Shutterstock/Karamysh

Darauf folgen exotische Länder wie Kolumbien, Oman, Myanmar und Äthiopien - bislang nicht unbedingt als touristische Reiseziele bekannt. Doch darum geht es dem "Lonely Planet" auch gar nicht.

Der "Wow"-Faktor ist entscheidend

Bei der Erstellung der Rankings würden die Mitarbeiter und Autoren laut Verlagsangaben Hunderte Ziele in den Raum werfen, von denen dann jeweils zehn ausgewählt würden.

Die Kriterien? Die Ziele müssen Thema sein, wegen ihrer einzigartigen Erlebnisse und ihres "Wow"-Faktors, schreibt der "Lonely Planet". Und vor allem wolle der Reiseführer nicht Trends folgen, sondern sie setzen: Ziele entdecken, bevor die Massen es tun, lautet das Credo.

"Lonely Planet": Die spannendsten Städtereisen 2016 FOTO: Shutterstock.com/ Oleg_P

Auch europäische Ziele haben es in den Reiseführer, den es jetzt auch auf Deutsch zu kaufen gibt, geschafft. So liegt Finnland auf Platz drei der Top-Länder. Mit Blick auf die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft und die Nordischen Skiweltmeisterschaften habe es nie einen besseren Zeitpunkt gegeben, das Land zu besuchen, lautet die Begründung.

Bordeaux in Südfrankreich, Pistoia in der Toskana (Italien) und Lissabon (Portugal) liegen auf Platz eins, sechs und acht der Top-Städte. Gerade in dieser Rubrik war der Reiseführer in der Vergangenheit wenig experimentierfreudig. 2015 stand Washington auf Platz eins, 2014 Paris, 2013 San Francisco und 2012 London. Im vergangenen Jahr sah das schon ein bisschen anders aus: Der Verlag entschied sich für die Hafenstadt Kotor in Montenegro.

Deutschland nur selten vertreten

Deutschland war in den ersten elf "Best in Travel"-Ausgaben selten vertreten gewesen. In der darauffolgenden Edition wurde dann Bayern als schönste Region 2016 gekürt. Diesmal ist in dieser Kategorie die nur teilweise ausgegrabene Ruinenstadt der Inka, Choquequirao, in Peru auf Platz eins. Es folgen der Vulkan Taranaki in Neuseeland, die portugiesischen Azoren, Nordwales und auf dem zehnten Platz der Ring of Skellig im Südwesten Irlands.

Lissabon - die Hauptstadt kennen lernen FOTO: Antonio Sacchetti/Turismo de Portugal

Das beste Preisleistungsverhältnis bieten laut "Lonely Planet" die Länder Nepal und Namibia sowie die Städte Porto (Portugal), Venedig (Italien) und Debrezin (Ungarn).

Quelle: RP
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