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Von Robinson bis Aldiana
Das sind die wichtigsten Clubanbieter

Die Clubanbieter im Überblick
Die Clubanbieter im Überblick FOTO: dpa, pla
Berlin . Der Reisekonzern Thomas Cook und der traditionsreiche Club Med wollen in Zukunft ihre Zusammenarbeit verstärken. Auf dem deutschen Markt sind Robinson und Aldiana führend. Was Cluburlauber bei den verschiedenen Anbietern erwartet - ein Überblick.

Die Ferienangebote des Club Med werden in Zukunft verstärkt von Thomas Cook vermarktet. In den Reisebüros und auf der Webseite des Veranstalters soll es einen eigenen Club-Med-Bereich geben. Doch der französische Clubbetreiber ist nur einer von mehreren Anbietern, aus denen deutsche Urlauber wählen können. Allen gemein ist ein - wenn man will - tagesfüllendes Betreunugs- und Bespaßungsprogramm. Ein Kurzporträt der wichtigsten Clubs:

- Robinson: Der Marktführer in Deutschland hat derzeit 24 Clubanlagen in 12 Ländern im Programm. Im Herbst 2016 soll ein zweiter Club auf den Malediven eröffnen, auf einer bisher unbewohnten Insel mit mehr als 60 Villen auf dem Wasser - der Trend geht auch beim Cluburlaub zur Fernstrecke. Robinson bietet das klassische Rundum-Angebot eines Ferienclubs: Sport, Wellness, Unterhaltung und Kinderbetreuung im "Roby Club". Die Schwerpunkte sind je nach Anlage unterschiedlich - manche Clubs sprechen eher Familien an, andere Paare und Singles. Preislich liegt der Anbieter im "Premium"-Segment: Der Urlaub ist nicht ganz günstig, aber auch kein ausgewiesenes Luxusprodukt.

Worauf müssen sich Urlauber in Zukunft einstellen? Sie werden in den Robinson-Anlagen häufiger andere Sprachen hören. Die Anzahl der Gäste, die nicht aus deutschsprachigen Ländern kommen, soll bis 2020 von derzeit 10 auf 22 Prozent steigen, kündigte die Tui-Tochter an. Das bringt viele kleine Änderungen mit sich - zum Beispiel mehr Live-Musik, mehrsprachige Menükarten oder ein zweites Kopfkissen in jedem Zimmer. Und es fördert den interkulturellen Austausch, wenn man den denn möchte. Man wolle den Charakter der Clubs nicht ändern, sondern "erweitern", verspricht Robinson. (www.robinson.com)

- Aldiana: Der Veranstalter aus Oberursel ist der größte Konkurrent von Robinson auf dem deutschen Markt und hat 10 Clubs im Angebot: 3 in Spanien, jeweils 2 in Tunesien und Österreich sowie je 1 in Zypern, Griechenland und der Türkei. Voraussichtlich 2017 soll ein neuer Club in Marsa Alam am Roten Meer eröffnen. Ein Club in Makadi Bay war wegen der Unruhen in Ägypten 2013 geschlossen worden.

Aldiana wirbt mit "Urlaub, so vielfältig wie die Gäste selbst". Soll heißen: Auch dort möchte man am liebsten jeden Urlaubstyp abholen. Ein breites Sportangebot richtet sich an Aktivurlauber, Events wie Gourmet-Wochen an Kulinariker und das Wellness-Konzept "Welldiana" an explizit erholungsbedürftige Urlauber. Und natürlich sollen auch Familien mit kleinen Kindern einchecken. Ein weiterer Slogan lautet "Urlaub unter Freunden": Wer in einem Aldiana-Club die Ferien verbringt, bewegt sich dort unter Deutschen. (www.aldiana.de)

- Club Med: Der Club Méditerranée aus Frankreich ist der älteste Anbieter und heute mit 66 Clubanlagen vor allem international breit aufgestellt. Allein 26 Resorts gibt es auf der Fernstrecke. Auch für Wintersportler ist die Auswahl groß, 21 Skiclubs gibt es in den französischen, italienischen und Schweizer Alpen. Als Konkurrenz auf dem deutschen Markt sieht Club Med am ehesten die Robinson-Clubs. Allerdings spielt der Anbieter aus Frankreich hierzulande bislang auch keine allzu große Rolle - Club Med ist etwas für Deutsche, die es wirklich international mögen.

Die Zielgruppe ist typischerweise breitgefächert: Familien, Paare und Sportbegeisterte. Auch hier entscheidet die Destination über den Fokus des Unterhaltungsangebots. Das Betreuungsprogramm beginnt im "Baby Club Med" für Kleinkinder ab vier Monaten. Weg vom klassischen Abendprogramm will man auch bei Club Med: Der Trend geht nach eigenen Angaben zunehmend in Richtung Events mit Erlebnis-Charakter. (www.clubmed.de)

- Magic Life: Unter der zweiten Clubmarke der Tui stehen derzeit 13 Häuser in fünf Ländern zur Auswahl: 4 in der Türkei, 3 in Griechenland und jeweils 2 in Spanien, Ägypten und Tunesien. Neu seit diesem Sommer sind die Clubs "Magic Life Cala Pada" auf Ibiza und "Magic Life Plimmiri" auf Rhodos, die sich vor allem an Familien richten. Die machen auch sonst rund 50 Prozent der Gäste in den Resorts aus. Paare kommen auf etwa 35 und Singles auf 15 Prozent.

Je nach Club stehen andere Zielgruppen im Fokus. Magic Life richtet sich Tui zufolge aber generell an Urlauber, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis schätzen. Sprich: Wer bei Magic Life bucht, achtet eher auf sein Urlaubsbudget als der Robinson-Gast. Zwei Trends zeichnen sich auch bei der Tui-Clubmarke ab: Die Bedürfnisse der Urlauber werden individueller. Und die Ausrichtung soll internationaler werden. (www.tui.com/magic-life)

- Club Calimera: Rund um das Mittelmeer und am Roten Meer hat die Hotelmarke aus dem Hause DER Touristik in diesem Sommer zwölf Anlagen im Programm. Und man will weiter wachsen: Zwei bis drei Clubs sollen jedes Jahr hinzukommen. Willkommen ist jeder: Singles, Paare und natürlich Familien. Entsprechend gibt es Unterhaltung, Sportangebote und den "Calimingo Kids Club". Preislich bewegt sich Urlaub in einem Club Calimera im mittleren Segment.

Als Trend hat DER Touristik den zunehmenden Wunsch nach qualitativ hochwertigen Speisen ausgemacht. Stichwort: Kulinarik. Die Urlauber wollen besser essen. Deshalb setzt Club Calimera in Zukunft noch mehr auf Genuss. Aber auch das Sportangebot soll noch professioneller werden. Schließlich wollen sich viele Urlauber erst richtig auspowern - um dann umso mehr genießen zu können. (www.calimera.com/Startseite.html)

(dpa)
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