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Gewässer in NRW unbedenklich
So sauber sind Europas Badeseen

Die schönsten Badeseen in NRW
Die schönsten Badeseen in NRW FOTO: Markus van Offern
Düsseldorf. Wo kann man bedenkenlos Schwimmen und Planschen? Der neue Bericht der europäischen Umweltagentur gibt Aufschluss über die Qualität der Badegewässer.  Von Susanne Hamann

Über 21.000 Küsten- und Binnenbadegewässer Europas wurden für den Bericht untersucht. Die Daten stammen aus dem Jahr 2016, geben aber laut Bericht Aufschluss für die Lage 2017. Wie schon in den vergangenen Jahren zeigte sich: die Mehrheit der Badegewässer sind in einem guten Zustand. 

Im Jahr 2016 entsprachen 96,3 Prozent der untersuchten Badegewässer den in der EU-Badegewässerrichtlinie festgelegten Mindestanforderungen. Außerdem erfüllten rund 85 Prozent der Badegewässer sogar den in der Richtlinie festgelegten strengsten Standard einer "ausgezeichneten" Badegewässerqualität, nach 78 Prozent im Jahr 2011.

So schneidet Deutschland ab

Weil das Baden in Seen mit schlechter Wasserqualität krank machen kann, wird die Verschmutzung besonders streng kontrolliert. 2016 wurde die Wasserqualität von 1,4 Prozent der Badestellen als "mangelhaft" eingestuft.

Von der Badesaison 2015 zur Badesaison 2016 ging die absolute Zahl der als "mangelhaft" eingestuften Badegewässer in Europa allerdings zurück, sie sank von 383 auf 316.

In Deutschland wurden 2292 Badegewässer analysiert. Davon wiesen 2081 eine exzellente Qualität auf, und nur fünf fielen im Test mit "mangelhaft" durch. Diese fünf Seen sind:

  • Dümmer See, Küstenabschnitt Lembruch  Birkenallee, Niedersachsen
  • Dümmer See, Küstenabschnitt Lembruch Seestraße, Niedersachsen
  • Kocherbadebucht, Baden-Württemberg
  • Finsterroter See, Baden-Württemberg
  • Ostsee, Strelasund, Mecklenburg-Vorpommern

Gewässer in NRW sind sauber

In NRW bleibt das Schwimmen in fast allen Badegewässern ein sauberes Vergnügen. Nach dem EU-Bericht erfüllen alle der mehr als hundert untersuchten Badestellen in NRW die EU-Mindeststandards.

Nahezu alle Schwimmbereiche haben eine ausgezeichnete Wasserqualität. Nur der Elfrather See bekam in NRW den Stempel "ausreichend". Ein "gut" erhielten die Schwimmbereiche am Badesee Kapusch in Hückelhoven, am Bettenkamper Meer und am Rotter-See.

Im Jahr 2016 wiesen alle untersuchten Badegewässer in folgenden Ländern mindestens eine ausreichende Qualität auf: 

  • Estland
  • Griechenland
  • Kroatien
  • Lettland
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Malta
  • Österreich
  • Rumänien
  • Slowenien
  • Zypern 

Den höchsten Anteil an Badegewässern mit mangelhafter Qualität verzeichneten Irland (6 Badegewässer bzw. 4 Prozent), das Vereinigte Königreich (20 Badegewässer oder 3 Prozent) und die Slowakei (ein Badegewässer oder 3 Prozent).

Gegenüber der Badesaison 2015 hat sich die absolute Zahl der Badegewässer mit mangelhafter Qualität um 19 Gewässer in Spanien (von 58 im Jahr 2015 auf 39 im Jahr 2016) und um 13 Gewässer in Frankreich (von 95 im Jahr 2015 auf 82 im Jahr 2016) verringert. Die deutlichste Verschlechterung verzeichnete Italien, wo sich 22 Badegewässer von ausreichender oder besserer Qualität nach "mangelhaft" verschlechterten. 

(ham)
 
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