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Terrorgefahr
US-Regierung spricht weltweite Reisewarnung aus

Ratgeber: Weltweite Terrorwarnung der USA
Ratgeber: Weltweite Terrorwarnung der USA
Washington . Die US-Regierung hat eine weltweit geltende Reisewarnung herausgegeben. Grund für diesen Schritt sei eine verstärkte "terroristische Bedrohung", teilte das US-Außenministerium mit. 

Die derzeit vorliegenden Informationen ließen den Schluss zu, dass extremistische Organisationen wie der Islamische Staat (IS), Al-Kaida oder Boko Haram weitere Anschläge "in vielen Regionen" der Welt planten.

Das Ministerium verwies dabei auf die jüngsten Anschläge in Frankreich, in der Türkei, in Mali und in Nigeria. "US-Bürger sollten wachsam sein, wenn sie sich an öffentlichen Plätzen aufhalten oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen", hieß es in der Reisewarnung weiter. Größere Menschenmengen sollten gemieden werden, und besondere Wachsamkeit sei während der Ferienzeit geboten.

Das US-Außenministerium gibt häufig Reisewarnungen für einzelne Länder heraus. Eine Warnung für alle Weltregionen hingegen ist selten. Die aktuelle Warnung soll zunächst bis zum 24. Februar gelten.

"Weltweiter Sicherheitshinweis" des Auswärtigen Amtes

Auch das Auswärtige Amt in Deutschland hat einen "weltweiten Sicherheitshinweis" herausgegeben. "Die weltweite Gefahr terroristischer Anschläge und Entführungen besteht fort", heißt es auf der Internetseite.

Sicherheit im Ausland: Reisehinweise des Auswärtigen Amtes FOTO: AP

Besondere Vorsicht sei unter anderem geboten bei Regierungs- und Verwaltungsgebäuden, Flugzeugen, Hotels, Märkten, sowie generell größeren Menschenansammlungen, heißt es. Das Auswärtige Amt weist allerdings darauf hin, dass "der Grad der terroristischen Bedrohung von Land zu Land unterschiedlich" sei. Auf der Homepage folgt eine Liste der Länder, bei denen das Auswärtige Amt vor einer Reise warnt.

Bei der Anschlagsserie in Paris, zu der sich der IS bekannte, wurden am 13. November 130 Menschen getötet. Frankreich versucht seither, eine breite Militärallianz zu schmieden, um den IS in Syrien und im Irak zu bekämpfen. In der belgischen Hauptstadt Brüssel herrscht bereits seit vier Tagen die höchste Terrorwarnstufe.

US-Regierung warnt vor "einsamen Wölfen"

Fotos: Anti-Terror: Polizei riegelt Zentrum von Brüssel ab FOTO: dpa, h0 bjw

Das State Department in Washington warnte auch vor Angriffen "einsamer Wölfe", also von Attentätern, die keiner Organisation zuzurechnen sind, sich aber durch die Anschläge extremistischer Gruppierungen angestachelt fühlen.

"Die Wahrscheinlichkeit terroristischer Angriffe wird fortbestehen, da IS-Mitglieder aus Syrien und dem Irak zurückkehren", hieß es in der Warnung. Damit bezog sich das Ministerium auf Europäer und US-Bürger, die in Syrien und im Irak gekämpft haben und dann radikalisiert wieder in ihre Heimatländer einreisen.

Die Extremisten hätten große Sportereignisse, Theater, Märkte und Luftfahrteinrichtungen angegriffen. Weitere Angriffe könnten sich durch eine "große taktische Bandbreite" auszeichnen; dabei könnten konventionelle und nicht-konventionelle Waffen zum Einsatz kommen und öffentliche wie private Einrichtungen treffen.

(lsa/AFP)
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