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Urlauber sitzen fest
Zermatt bleibt zunächst von der Außenwelt abgeschnitten

Skiort Zermatt von der Außenwelt abgeschnitten
Zermatt. Rund 13.000 Urlauber sitzen wegen akuter Lawinengefahr in Zermatt fest. Lawinensprengungen sollten Unmengen Schnee von den Bergen holen. Doch die Bahnstrecke kann nicht wie ursprünglich geplant am Mittwoch wieder eröffnet werden.

Mit kontrollierten Lawinensprengungen wollten Einsatzkräfte die Bahnstrecke zum abgeschnittenen Skiort Zermatt am Matterhorn wieder sicher machen. Dort sind Einheimische und rund 13.000 Touristen von der Außenwelt praktisch abgeschnitten. 

Die Strecke sollte eigentlich im Laufe des Mittwochs wieder befahrbar sein, doch daraus wurde zunächst nichts. Bei den Räumungsarbeiten seien größere Schneemassen als erwartet vorgefunden worden, teilte die Matterhorn-Gotthard-Bahn mit. Die Strecke bleibe bis auf weiteres geschlossen.

"Die Schneemassen stammen von einer Lawine aus den Vortagen und waren beim vorherigen Erkundungsflug mit dem Helikopter nicht zu erkennen", hieß es auf der Website. 

Die Zufahrtsstraße und die Bahnlinie mussten wegen akuter Lawinengefahr geschlossen werden. Der Ort selbst war nicht bedroht. Die Pisten und Wanderwege ringsum waren aber geschlossen.

Zermatt - eingeschneit und von der Außenwelt abgeschlossen FOTO: dpa, ds hjp fgj

Luftbrücke wird fortgesetzt

Weil es nicht mehr schneite, sank die Lawinengefahr etwas, wie Lawinenexpertin Christine Pielmeier dem Sender Radio Rottu Obewallis sagte. "Mit dem Ende von den intensiven Schneefällen rechnen wir nicht mehr mit so vielen spontanen Lawinen", sagte sie.

Die Nacht sei ruhig gewesen, sagte die Bürgermeistern Romy Bine-Hauser am Mittwochmorgen dem Schweizer Rundfunk. "Lediglich einige Straßenarbeiter waren unterwegs, die für die Schneeräumung die ruhige Zeit der Nacht benutzt haben." Besucher und Einwohner wachten unter klarem Himmel auf. Bei Tageslicht sollte dort die Lage neu beurteilt werden.

Einige Dutzend Touristen nutzten am Dienstag die eingerichtete Luftbrücke, um sich mit dem Hubschrauber nach Täsch ausfliegen zu lassen. Sie fanden sich mit Koffern am Heliport ein, um Zermatt zu verlassen, wie das Schweizer Fernsehen zeigte. Auch am Mittwoch sind weitere Hubschrauberflüge für ausreisewillige Touristen geplant.

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Die meisten Besucher blieben aber. In den Straßen herrschte teilweise ausgelassene Stimmung. Einige Geschäftsleute schenkten umsonst Wein aus, andere richteten kostenlos Käsegerichte an. Geschäfte und Hotelküchen waren gut ausgestattet, wie sie versicherten.

(das/dpa)
 
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