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Düsseldorf/Bujumbura
Politische Lage in Burundi spitzt sich weiter zu

Düsseldorf/Bujumbura. Am Samstag berichteten wir im Reiseteil unserer Zeitung über das ostafrikanische Burundi. Die Situation in dem Land wird, anders als geschildert, zunehmend unübersichtlicher. Am Neujahrstag wurde in der Hauptstadt Bujumbura bei einem Anschlag ein Mensch getötet, zehn weitere wurden verletzt. Das berichtet die burundische Polizei. Unabhängige Berichte zur Lage in dem Land gibt es kaum. Das Auswärtige Amt rät dringend von Reisen nach Burundi ab, die Sicherheitslage vor Ort sei unübersichtlich und sehr angespannt. Die Behörde rechnet mit weiteren gewalttätigen, politisch motivierten Auseinandersetzungen. In Burundi lebenden deutschen Staatsangehörigen wird die Ausreise empfohlen.

Seit April vergangenen Jahres gibt es vor allem in der Hauptstadt beinah täglich Konflikte zwischen bewaffneten Gruppen. Auslöser der Krise ist die verfassungswidrige Wiederwahl von Präsident Pierre Nkurunziza. Nach Angaben der Deutschen Welle wurden seitdem 300 Menschen getötet, 280.000 Einwohner flohen aus dem Land. "Die Unruhen beschränken sich anscheinend vor allem auf die Hauptstadt", sagt Friedhelm Leven, Vorstandsmitglied des Vereins Burundi-Hilfe in Brüggen. Der 2008 gegründete gemeinnützige Verein betreibt in Burundi ein Waisenhaus und hat Kontakte in die Region.

(rps)
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