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"Cycling the World"
Rekord: In 105 Tagen mit dem Rad um die Welt
Thomas Großerichter erreicht Heimatstadt Herbern
Thomas Großerichter erreicht Heimatstadt Herbern FOTO: dpa, dpa
Berlin. Thomas Großerichter ist ein Eintrag im Guinness-Buch sicher. Er hat die Welt in einer Zeit von 105 Tagen, einer Stunde und 45 Minuten auf dem Fahrrad umfahren. An Silvester überquerte der 27-Jährige die Ziellinie am Brandenburger Tor in Berlin. Von Anja Streichan

Der Extremsportler aus dem Münsterland hat sich seinen Platz im Guinness-Buch der Rekorde hart erkämpft. Er radelte durch fünf Kontinente, trotze Wind, Sonne und Regen, und erlebte faszinierende Länder wie Thailand, Australien, Peru, Chile und Argentinien im Schnelldurchlauf. Auf seiner letzten Etappe stieg er dann gar nicht mehr vom Rad - der ehrgeizige Extremsportler brauchte keinen Schlaf, um Berlin zu erreichen.

Unterstützung aus Herbern

Für reichlich Adrenalin hatte wohl auch die Durchquerung seiner Heimatstadt Herbern gesorgt. Freunde, Familie und Fans standen dort Spalier für den 27-jährigen Weltrekordhalter. In Borken war er außerdem von einer radfahrenden Eskorte empfangen worden - für Thomas Großerichter wohl Motivation pur.

Zwei Jahre lang hatte Großerichter sich auf seinen Weltrekordversuch vorbereitet: "Die Weltumrundung vollendet zu haben ist auch komisch,  weil mit dem Erreichen Berlins dieser Traum quasi abgehakt ist. Ich habe dann ein Projekt weniger."

Durchschnittlich 305 Kilometer schaffte der Extremsportler an einem Tag auf dem Rad.  Von den rund 105 Tagen hat der Extremsportler 95 Tage im Sattel gesessen. Begleitet wurde er dabei von seiner Crew, bestehend aus RP ONLINE-Reporter Robert Cramer und Pedro Carvaloh. Mit einem Begleitfahrzeug transportierten sie alles wichtige für die Reise - Zelt, Ersatzteile für das Rennrad und Verpflegung. Dieses Gepäck musste aber auch im Flugzeug Platz finden, denn einige Strecken zwischen seinen Etappen legte der Radler mit dem Flieger zurück.

Strenge Regeln

Laut Guinness-Regeln ist das erlaubt. Um den Rekord zu schaffen, musste Großerichter 28.900 Kilometer mit dem Rad zurücklegen und zwei Antipoden durchfahren - das sind zwei Punkte, die sich, wenn man den Globus durchbohren würde, genau gegenüberliegen. Im Fall von Thomas Großerichter lagen diese Punkte in Neuuseeland und Spanien.

Bequem war die Reise der "Cyling the World"-Crew selten. Während Großerichter so viel Tageslicht wie möglich nutzte, um durch Wälder, Wüsten und Berge zu radeln, verbrachte er die meisten Nächte in einem Zelt am Straßenrand. Erst in Spanien zollte das seinen Tribut. In Lissabon musste der Weltumradler eine Zwangspause einlegen - die Beine wollten einfach nicht mehr. Doch mit Hilfe von Physiotherapeuten war Großerichter aber nach einem Tag Erholung wieder fit und überquerte wenige Tage später die Pyrenäen.

Thomas Großerichter hat er mit seiner Weltumradlung den Rekord des Briten Alan Bate gebrochen. Der hatte 127 Tage gebraucht, um die Welt mit dem Fahrrad zu umrunden.

Quelle: anch/sap/csr
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