| 22.09 Uhr
Mit dem Rucksack um die Welt
Santiago – zwischen Schnee und Palmen
Die ältesten Geschöpfe der Welt
Die ältesten Geschöpfe der Welt FOTO: Rachel Sussman
Düsseldorf. Fragt man einen Chilenen, was man sich in seinem Land unbedingt anschauen sollte, dann rattert er eine ganze Liste von Orten herunter. Angefangen bei Arica ganz im Norden bis ins mehr als 4000 Kilometer entfernte Punta Arenas ganz im Süden. Santiago, immerhin die Hauptstadt, findet nur beiläufig Erwähnung. Zu Unrecht. Von Christian Spolders

Denn wer Städte mehr mag als Landschaften, dem geht es in Santiago gut. Dabei ist Santiago trotz seiner mehr als fünf Millionen Einwohner alles andere als eine unübersichtliche Metropole. Zwar mit Smog zugedeckt, wie man vom 350 Meter höher gelegenen Hügel San Cristóbal aus ziemlich gut sehen kann, aber mit vielen alten Bauwerken verziert - und mit der atemberaubenden Kulisse der Anden.

Die beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten sind dabei wohl Santa Lucia – ein weiterer, aber nicht ganz so hoher Hügel –, der zentrale Friedhof und der palmengesäumte Plaza de Armas im Zentrum. Abgesehen von der Architektur eben jener Bauwerke, aus welchen die Geschichte der Stadt seit der spanischen Kolonialzeit, der Pinochet-Ära und den etlichen Erdbeben, die das Land immer wieder plagen, nur so strotzt.

Doch auch Tages-Ausflüge raus aus der Stadt sind ein unbedingtes Muss. Eine Führung über das Weingut "Concha y Toro" mit seinem legendären Weinkeller, ein Besuch im Templo Votivo, einer beeindruckenden Votivkirche, in Maipú. Ski fahren in den schneebedeckten Anden, ein Trip ans gute anderthalb Autostunden entfernte Meer nach Valparaiso, von wo aus es Richtung Westen auf den meisten Weltkarten nichts gibt – ausser Wasser. Für den Abschluss einer langen Reise nochmal ein ziemlich abwechslungsreiches Programm. Nächste Woche bin ich wieder zuhause.
 

Quelle: chk
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