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Düsseldorf
Urlaub mit Hund

Düsseldorf: Urlaub mit Hund
FOTO: Brangenberg
Düsseldorf. Anreise mit dem Auto, Flugzeug, Schiff oder der Bahn: Bevor die Reise mit Vierbeiner beginnen kann, sind Vorkehrungen zu treffen. Von Silvana Brangenberg

Ob Ferien im Hotel in den Bergen, am Strand im Apartment, im Wald beim Camping, am See im Ferienhaus oder beim Trekking mit Zelt: Für viele ist es heute selbstverständlich, dass der Vierbeiner im Urlaub mit von der Partie ist. Mit dem Hund zu verreisen, macht Spaß und ist etwas Besonderes. Darum sollte der Urlaub im Vorfeld gut geplant und organisiert werden.

Vor der Urlaubsplanung Wer das erste Mal mit seinem Hund eine Reise plant, der sollte sich darüber Gedanken machen, ob das anvisierte Reiseziel, die Art der Unterbringung und Urlaubsform auch zum Hund passen. Ein aktives und agiles Tier hat nichts davon, jeden Tag mit seinen Besitzern am Strand zu liegen und zu relaxen. Demgegenüber ist nicht jede Hunderasse für Aktivurlaub mit Bergwanderungen oder Fahrradtouren geeignet. Gleiches gilt für Sightseeing-Urlaub: Zum einen ist die Mitnahme von Hunden nicht überall zugelassen. Zum anderen können Stadtrundfahrten oder Besichtigungstouren für den Hund mehr Stress als Erholung bedeuten. Daher gilt: Wer mit seinem Vierbeiner vereisen will, muss Kompromisse machen können, damit alle auf ihre Kosten kommen. Ist das nicht möglich, ist der Hund besser bei Familie, Freunden oder in einer guten Hundepension aufgehoben.

EU-Heimtierausweis für den Auslandsaufenthalt Bevor es mit Hund in den Urlaub geht, ist zu kontrollieren, dass er über einen gültigen EU-Heimtierausweis verfügt. Er dient ihm als Reisepass. Darin sind Angaben zum Hund und seinem Besitzer vermerkt, die Adresse des Tieres sowie die Mikrochip-Nummer, mit der Hunde gekennzeichnet sind. Darüber hinaus werden im EU-Heimtierausweis tierärztliche Nachweise festgehalten wie allgemeine Impfungen oder Tollwutimpfungen.

Einreisebestimmungen und Gesetze Ist ein Urlaub außerhalb Deutschlands geplant, ist es für Hundebesitzer unabdingbar, sich über die Einreisebestimmungen und Gesetze des jeweiligen Landes zu informieren. In manchen europäischen Ländern ist neben einer aktuellen Tollwutimpfung auch eine Entwurmung des Hundes vor der Einreise Pflicht. Die Botschaften geben Auskunft. Auch der Tierarzt hilft bei Fragen zur Entwurmung, Impfung und zum Parasitenschutz. Für Halter von Listenhunden wie Pitbull oder American Staffordshire sowie deren Kreuzungen gelten besondere Regeln. In Dänemark etwa ist die Einreise untersagt, in Kroatien gilt Leinenzwang und Maulkorbpflicht.

Reiseapotheke für den Hund Nicht nur für den Menschen, sondern auch für den Hund ist es ratsam, für den Urlaub eine Reiseapotheke mitzunehmen. Diese sollte mit Zeckenzange, Schere, Pipette, Fieberthermometer, Wundspray, Augentropfen, Durchfallmedikament, Druckverband und Einweghandschuhen ausgestattet sein. Wer unsicher ist, kann den Tierarzt um Hilfe bitten.

Mit dem Auto verreisen Die für die meisten Hunde angenehmste Art zu vereisen, ist mit dem Auto. Sie kennen das Fahrzeug in der Regel und fühlen sich dort im besten Fall wohl. Wer eine längere Fahrt vor sich hat, sollte ausreichend Pausen einplanen und dem Tier genügend Wasser anbieten. Ist es am Reisetag heiß, kann ein feuchtes Handtuch oder eine Kühldecke, die es im Fachhandel gibt, für den Hund als Unterlage sinnvoll sein. Generell sollte der Vierbeiner im Auto gesichert sein, etwa durch eine stabile Hundebox oder durch ein Brustgeschirr, an dem der Hund mit einem Gurt sicher angeschnallt werden kann.

Mit dem Hund fliegen Jeder Hundebesitzer sollte sich fragen, ob er seinem Tier einen Flug zumuten kann. Vor allem Langstreckenflüge sind für den Vierbeiner anstrengend, da der mehrstündige Flug, die fehlende Bewegung und die ungewohnten Geräusche Stress bedeuten. Prinzipiell gilt: Große Hunde werden als Sondergepäck eingestuft und dürfen nur in einer ausbruchssicheren Hartschalenbox mitfliegen. Kleinere Hunde bis acht Kilogramm dürfen je nach Fluggesellschaft in einer Transporttasche auch in der Kabine mitreisen. Grundvoraussetzung ist, dass der Vierbeiner an die Transportbox gewöhnt ist und sich darin wohlfühlt sowie ausreichend Platz hat und Luft bekommt. Die Kosten für die Mitnahme im Flugzeug liegen je nach Flugziel und Airline zwischen 30 und 300 Euro pro Hund.

Mit dem Hund auf hoher See Ob Fähre, Kreuzfahrtschiff oder Flussdampfer: Jeder Anbieter stellt individuelle Bedingungen für die Mitnahme auf. Von Zwingerhaltung über Freilauf bis hin zu Tierkabinen ist alles gegeben. Die Preise für die Beförderung sind sehr unterschiedlich. Sie können bei unter zehn Euro pro Tag oder über 100 Euro pro Tag liegen. Tui Cruises, Aida Cruises und MSC nehmen grundsätzlich keine Hunde mit. Sicherheitstechnische sowie hygienische Aspekte werden als Gründe angegeben.

Hund und Bahn Auch Zugfahren mit dem Hund ist erlaubt. Bei großen Hunden besteht jedoch Leinen- und Maulkorbpflicht. Der halbe Fahrpreis wird hier für das Tier fällig. Kleine Rassen - bis zur Größe einer Hauskatze - dürfen unentgeltlich in einem eigenen Transportbehälter mitfahren. Für die Mitnahme von Hunden auf internationalen Reisen ist der halbe Fahrpreis (zweite Klasse) zu zahlen.

Info Die Autorin ist Mitarbeiterin unserer Zeitung in Mönchengladbach und betreibt den Hundeblog kalteschnauze-blog.de.

Quelle: RP
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