| 16.07 Uhr

Wohntrends
Der Greta-Markt und seine ungewöhnlichen Produkte

Der Greta-Markt und seine ungewöhnlichen Produkte
Am Sonntag präsentierten 90 kreative Aussteller ihre ungewöhnlichen Produkte auf dem Greta-Markt in Mönchengladbach. FOTO: Anne Peters
Lockere Atmosphäre, entspanntes Publikum und originelle, handgefertigte Produkte: Das zeichnet den Greta-Markt in Mönchengladbach aus. Von Elena Wagner

Lockere Atmosphäre, entspanntes Publikum und originelle, handgefertigte Produkte: Das zeichnet den Greta-Markt in Mönchengladbach aus.

Eine Lampe aus Kronkorken, ein Bild, das mit Kassettenbändern hergestellt wurde oder eine iPad-Tasche aus Kaffeesäcken und einem alten Damenrock. Diese originellen Produkte gab es am Sonntag auf dem Greta-Markt in Mönchengladbach zu entdecken.

Metallblumen aus Spraydosen

Immer wieder konnten die Besucher über den Erfindungsreichtum der Aussteller staunen. Ein Pantoffelkissen beispielsweise sorgt für kuschelige Atmosphäre und warme Füße vor dem Fernseher. Das Wichtigste dabei: alle Produkte sind handgemacht. "Uns ist wichtig, dass die Aussteller keine großen Firmen sind, sondern eher "One-Man-Shops", erzählt Fotografin Myriam Topel, die zusammen mit Modedesignerin Nicole Schlürensauer den Greta-Markt ins Leben gerufen hat. "Bei der Auswahl achten wir darauf, dass die Händler sowohl von den Produkten als auch vom Menschlichen her passen", sagt sie.

Den Menschen in Mönchengladbach etwas Schönes und Einzigartiges bieten, das war die Intention vor fünf Jahren, als der Markt ins Leben gerufen wurde. Und das ist den Organisatoren gelungen. Von Magnettafeln mit Fotomotiv schlendert man weiter an einem Stand mit selbstgemachten Schmuck vorbei und findet etwas weiter eine ungewöhnliche Deko-Idee: Metallblumen aus Spray-Dosen. Die Ideen zu den Produkten entstehen oft aus praktischen Gründen. Der Stapel leerer Dosen von Graffiti-Künstler Phil Normn Sure wurde immer größer. Was machte er damit?  Genau, wieder Kunst.

Upcycling: Aus alten Produkten entstehen Neue

Ein solches Recycling spielt an den Ständen in Mönchengladbach häufig eine Rolle. Steve McGuire betreibt sogenanntes "Upcycling", dabei werden aus alten Produkten Neue: Ein Skateboard verwandelt sich in eine ungewöhnliche Garderobe oder alte Langspielplatten werden zu dekorativen Schüsseln umfunktioniert. Der Aussteller kommt aus Osnabrück und ist von der Atmosphäre auf dem Greta-Markt begeistert: "Die Menschen sind sehr entspannt und freundlich, hier gibt es niemanden, der stresst. Und die Organisatoren behandeln uns eher wie Freunde und nicht als reine Geschäftspartner", erzählt Steve, der in diesem Jahr zum zweiten Mal in Mönchengladbach dabei ist.

Der Meinung kann sich Monika Rehkopp, die mit ihrem Online-Shop Papelami am Eingang des Marktes vertreten ist, nur anschließen. "Hier ist es viel schöner als auf den Märkten in Köln. Die Leute freuen sich über die besonderen Sachen". Besonders gern kaufen die Mönchengladbacher gestickte Filzbilder und Karten an ihrem Stand. "Die Atmosphäre ist einfach toll", schwärmt  die Kölnerin.

Das nach kühlen Temperaturen in der Woche zuvor am Sonntag herrliches warmes Sommerwetter herrschte, war natürlich eine glückliche Fügung für den Greta-Markt. "Ich bin heute Mittag über den Markt gegangen und habe gedacht: besser geht's nicht", freut sich Myriam Topel. Und auch die Besucher, die mit einer neuen Deko-Kiste oder einer einzigartigen Handtasche unterm Arm den Markt verlassen, sehen sehr zufrieden aus.

(RPO)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Der Greta-Markt und seine ungewöhnlichen Produkte


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.