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Do It Yourself
Selbstgemachtes auf dem Weiberkram-Flohmarkt

Selbstgemachtes auf dem Weiberkram-Flohmarkt
Lara stellt gemeinsam mit einer Freundin Taschen, Karten und Bilder her. Sie nimmt auch Auftragsarbeiten entgegen. FOTO: Elena Wagner
In erster Linie geht man auf den Weiberkram-Flohmarkt, um schöne Second-Hand-Kleider oder Schuhe einzukaufen. Zwischen vielen Kleider-Ständen entdeckt man aber auch die ein oder andere ungewöhnliche, selbstgemachte Idee. Von Elena Wagner

In erster Linie geht man auf den Weiberkram-Flohmarkt, um schöne Second-Hand-Kleider oder Schuhe einzukaufen. Zwischen vielen Ständen entdeckt man aber auch die ein oder andere ungewöhnliche, selbstgemachte Idee. Wir haben uns ein wenig umgeschaut.

Ein Stück hinter dem Haupteingang fallen dem Besucher schon von weitem die leuchtend weißen Vintage-Möbelvon Ute Schneiders ins Auge. Sie arbeitet nach dem Motto: "Alles wird geshabbyt". Möbel, Schüsseln oder sogar Schuhe erhalten von ihr den typischen Used-Look.

Ute kauft alte Möbel und verleiht ihnen mit weißer Farbe und Schleiftechnik ein gebrauchtes Aussehen, vornehmlich in weiß. In einen "geshabbyten" Schuh hat sie kurzerhand Blumen gepflanzt. Die Weiberkram-Sommeraktion findet sie super: "Es ist wunderschön hier draußen. Außerdem ist es gut, dass die Rennbahn im Sommer genutzt wird und nicht brach liegt."

Handtaschen aus Reifenschläuchen

Einige Stände weiter hat ein Mutter-Tochter-Sohn-Gespann sich an ein ganz neues Material gewagt: Reifenschläuche. Damit stellen sie Handtaschen, Armbänder und sogar Ringe her. "Auf die Idee sind wir im Urlaub gekommen. In Marokko haben wir eine Handtasche aus diesem Material gesehen und gedacht, das können wir auch", erzählt Barbara Fiebig.

Manchmal wird die Produktpalette durch Zufall erweitert. "Wir haben einmal eine Handtasche gemacht, die zu klein geworden ist. Dann haben wir einfach ein Portemonaie daraus gemacht", sagt sie. Nicht alle Schläuche kann man für alle Produkte verwenden. Mit härteren Schläuchen von LKWs oder Traktoren lassen sich nur größere Schilder oder Taschen machen. Mittlerweile sammeln befreundete Händler Motorradschläuche für die handwerkliche Familie.

Haarreifen mit Schleifen und Vögelchen

"Hier gibt es genug Platz, die Straße ist breit und die Atmosphäre schön", lobt auch Lara Bispinck den Markt auf der Rennbahn. An ihrem Stand gibt es wunderschöne Karten, Taschen und Bilder. Dennoch sei der Weiberkram nicht der ideale Platz, um hochwertige, selbstgemachte Produkte zu verkaufen, hat sie festgestellt. "Die Leute versuchen, die Handmade-Produkte wie die Kleider herunterzuhandeln. Dabei sind diese aus hochwertigem Material und mit Liebe selbst gemacht", sagt sie. Gemeinsam mit einer Freundin hat sie nach dem Studium angefangen, diese Sachen selbst herzustellen und nimmt auch Auftragsarbeiten entgegen.

Ungewöhnlichen Kopfschmuck gibt es am Stand von Sarah Lafelt. Hier zieren Haarspangen und Haarreifen kleine Vögelchen, Schleifen oder Blumen. "Für eine Hochzeit brauchte ich einen Kopfschmuck. Meine Schwestern haben dann angefangen, Haarreifen selbst zu gestalten und ich habe damit weitergemacht", erzählt sie den Beginn ihres Hobbies.

Sie steht mit ihren Produkten noch ganz am Anfang, erst in der vergangenen Woche ist ihre Webseite online gegangen. Vom Weiberkram-Flohmarkt ist sie begeistert: "Die Atmosphäre ist entspannt und locker. Ich finde es toll, dass es nicht so ein typischer Trödelmarkt mit viel Kram ist, den man nicht braucht. Außerdem ist es etwas ganz Besonderes, einmal über die Rennbahn zu spazieren."

(RPO)
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